Dossier: Judenverfolgung im NS
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Unterrichtseinheit: 9. November 1938
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17.10.2010
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Einleitende Bemerkungen
Der 9. November ist ein Schlüsseldatum der deutschen Geschichte. Neben dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 steht der 9. November insbesondere für brennende Synagogen, zerstörte Schaufenster jüdischer Geschäfte, Hetzparolen auf Häuserwänden und für eine historische Zäsur in der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Am 9. November 1938 wurden Pogrome zum ersten Mal reichsweit in einem vorher nicht dagewesenen Ausmaß verübt. Zehntausende Juden wurden infolge dieser Novemberpogrome in Konzentrationslager verschleppt, Hunderte wurden umgebracht oder starben an den Folgen der Haft.
Der 9. November 1938 steht auch für das fundamentale und verheerende Versagen von Solidarität und Zivilcourage. Die in der Pogromnacht an den deutschen Juden begangenen Verbrechen fanden in aller Öffentlichkeit und in den Heimatorten der betroffenen Juden statt, vor den Augen von deren Nachbarinnen und Nachbarn, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern. Verschwindend wenige Deutsche sind eingeschritten und haben versucht, der Gewalt gegen ihre jüdischen Mitbürger Einhalt zu gebieten. Die Nacht vom 9. auf den 10. November markiert den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden, von den Tätern euphemistisch als "Endlösung" bezeichnet.
Die hier bereit gestellten Unterrichtseinheiten zum 9. November 1938 legen besonderen Wert darauf, die Novemberpogrome auch in ihrem Bezug zur Gegenwart zu behandeln. In vier Themenbereichen (1. Antisemitische Politik seit 1933; 2. Der 9. November 1938; 3. Instrumentalisierung des 9. November durch die Nazis; 4. Perspektiven auf den 9. November 1938) werden die Unterrichtseinheiten, Medien und Quellen in einem modularen System angeboten. Zusätzlich zu den ergänzenden Arbeitsblättern und Dokumenten bietet die Unterrichtseinheit Literaturempfehlungen und einen Überblick über ausgewählte Erinnerungsorte. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Ereignisse des 9. November 1938 aus verschiedenen Perspektiven betrachten, die historischen Zusammenhänge einordnen und diese kritisch reflektieren können. Zudem dienen die Unterrichtseinheiten als Anregung für die Schülerinnen und Schüler, sich aktiv in Form von Diskussionsrunden, Befragungen und Medienbeiträgen mit den Themen Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Antisemitismus zu beschäftigen.
Zu den Unterrichtsthemen geht es hier
Modulkonzeption, Legende und Methodenglossar gibt es hier
Zu den Erinnerungsorten (Gedenkstätten, Museen) geht es hier
Zu Literatur zum 9. November geht es hier
Foto: BArch, Bild 119-2671-07 / o. Ang.
München, 9. - 10. 11. 1938 : Zerstörung im Kaufhaus Heinrich Uhlfehlder
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Der 9. November ist ein Schlüsseldatum der deutschen Geschichte. Neben dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 steht der 9. November insbesondere für brennende Synagogen, zerstörte Schaufenster jüdischer Geschäfte, Hetzparolen auf Häuserwänden und für eine historische Zäsur in der nationalsozialistischen Judenverfolgung. Am 9. November 1938 wurden Pogrome zum ersten Mal reichsweit in einem vorher nicht dagewesenen Ausmaß verübt. Zehntausende Juden wurden infolge dieser Novemberpogrome in Konzentrationslager verschleppt, Hunderte wurden umgebracht oder starben an den Folgen der Haft.
Der 9. November 1938 steht auch für das fundamentale und verheerende Versagen von Solidarität und Zivilcourage. Die in der Pogromnacht an den deutschen Juden begangenen Verbrechen fanden in aller Öffentlichkeit und in den Heimatorten der betroffenen Juden statt, vor den Augen von deren Nachbarinnen und Nachbarn, Geschäftspartnerinnen und Geschäftspartnern. Verschwindend wenige Deutsche sind eingeschritten und haben versucht, der Gewalt gegen ihre jüdischen Mitbürger Einhalt zu gebieten. Die Nacht vom 9. auf den 10. November markiert den Übergang von der Diskriminierung und Ausgrenzung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und Vernichtung der europäischen Juden, von den Tätern euphemistisch als "Endlösung" bezeichnet.
Die hier bereit gestellten Unterrichtseinheiten zum 9. November 1938 legen besonderen Wert darauf, die Novemberpogrome auch in ihrem Bezug zur Gegenwart zu behandeln. In vier Themenbereichen (1. Antisemitische Politik seit 1933; 2. Der 9. November 1938; 3. Instrumentalisierung des 9. November durch die Nazis; 4. Perspektiven auf den 9. November 1938) werden die Unterrichtseinheiten, Medien und Quellen in einem modularen System angeboten. Zusätzlich zu den ergänzenden Arbeitsblättern und Dokumenten bietet die Unterrichtseinheit Literaturempfehlungen und einen Überblick über ausgewählte Erinnerungsorte. Ziel ist, dass die Schülerinnen und Schüler die Ereignisse des 9. November 1938 aus verschiedenen Perspektiven betrachten, die historischen Zusammenhänge einordnen und diese kritisch reflektieren können. Zudem dienen die Unterrichtseinheiten als Anregung für die Schülerinnen und Schüler, sich aktiv in Form von Diskussionsrunden, Befragungen und Medienbeiträgen mit den Themen Nationalsozialismus, Ausgrenzung und Diskriminierung sowie Antisemitismus zu beschäftigen.
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Modulkonzeption, Legende und Methodenglossar gibt es hier
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Zu Literatur zum 9. November geht es hier
Foto: BArch, Bild 119-2671-07 / o. Ang.
München, 9. - 10. 11. 1938 : Zerstörung im Kaufhaus Heinrich Uhlfehlder






