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Die Unterrichtseinheit gliedert sich in vier Hauptteile:
1. Antisemitische Politik seit 1933
2. Der 9. November 1938
3. Instrumentalisierung des 9. November durch die Nazis
4. Perspektiven auf den 9. November 1938
Modulkonzeption:
Folgende Prämissen liegen der Behandlung des 9. November 1938 auf deinegeschichte.de zugrunde:
1. Nationalsozialistische Quellen überwiegen bei allem historischen Interesse nicht.
2. Wenn solche Quellen behandelt werden, werden sie immer diskurs- wie inhaltsanalytisch begleitet.
3. Nationalsozialistische Begriffe werden vermieden oder als solche gekennzeichnet.
Die vorliegenden Modulvorschläge integrieren grundsätzlich die Perspektive der Opfer. Zudem enthalten die Aufgabenstellungen zu nationalsozialistischen Quellen immer eine Vorgehensweise, die die nationalsozialistische Propaganda sprachlich und inhaltlich dekonstruiert, bevor eine Aufgabe zur Bewertung oder Interpretation folgt.
Das Modul-System ermöglicht eine flexible Gestaltung des Unterrichts. Die Module bauen nicht zwingend aufeinander auf und sind so unabhängig voneinander einsetzbar bzw. variierbar. Wenn ein Modul ein anderes voraussetzt, wird dies in den didaktischen Hinweisen markiert. Die angegebenen Sozialformen sind Vorschläge und in Abhängigkeit von der Lerngruppe variierbar. In Doppelmarkierungen (z.B. EA/UG) soll deutlich werden, dass eine kurze stille Phase (EA) vor dem Unterrichtsgespräch sinnvoll sein kann. Die einzelnen Vorschläge sind in der Regel in Sekundarstufe I und II einsetzbar. Wenn das Anforderungsniveau in einzelnen Fällen eher für Sekundarstufe II geeignet ist, wird dies in der Spalte ‚Modulnummer/Querverweis’ markiert.
Alle angegebenen Materialien sind über die Links auf DeineGeschichte.de zu finden und können durch zusätzliche Quellen bzw. Materialien ergänzt werden (Vgl. letzte Spalte). Die Internetrecherche, aber auch die hier vorgeschlagenen Quellen, erfordern immer einen kritischen Umgang mit den dargebotenen Inhalten. In der Auseinandersetzung mit den aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellten Materialien können die Schülerinnen und Schüler deshalb ihre Medienkompetenz erweitern und zugleich die Quellenkritik als grundlegende Kompetenz historischer Forschung einüben. Darüber hinaus werden in den Modulen die domänenspezifischen Kompetenzen durch die Erweiterung der Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz und Urteilskompetenz gefördert.
←→ kennzeichnet fachübergreifende Inhalte zwischen dem Geschichtsunterricht und anderen Fächern
←→ kennzeichnet thematische Querverbindungen zwischen Modulen
←→ kennzeichnet Alternativen: Manche Module auf dasselbe Lernziel. Aufgaben zur gleichen Quelle in anderen Unterrichtsmaterialien
S Schülerinnen und Schüler
L die Lehrerin bzw. der Lehrer
UE Unterrichtseinheit
SEK I Sekundarstufe I
SEK II Sekundarstufe II
EA Einzelarbeit
PA Partnerarbeit
GA Gruppenarbeit (GA3 = 3er Gruppe; GA4 = 4er Gruppe)
UG Unterrichtsgespräch
Stat. Stationsarbeit
Exp. Expertengruppen
Disk. Diskussionsforen
Roll. Rollenspiele
Ref. Referat
schr. schriftliche Schülerarbeit
Gruppenpuzzle Die S arbeiten in Exp. die Fragestellungen so aus (Phase 1), dass sie ihre Erarbeitungen einer anderen Exp. referieren können (Phase 2). In Phase 2 entsendet jede Exp. jeweils einen S, so dass jede Gruppe je einen Referenten aller anderen Exp. aufnimmt. Die Referenten tragen nacheinander vor und beantworten ggf. Fragen. Anzahl der Referenten und Gruppengrößen können der Klassenstärke und der Anzahl der Exp. angepasst werden.
Debatten In allen Fällen sollte der L oder in der SEK II ein S moderieren und ein Teil der S die Debatte beobachten und anschließend berichten.
Streitlinie Die S positionieren sich an einer Streitlinie bei Ja oder Nein. Jede/r notiert oder äußert eine Begründung. Anschließend kann diskutiert werden.
Positionslinie Ähnlich wie bei der Streitlinie positionieren sich die S in je zwei Raumhälften. Hier werden allerdings Argumente in der Gruppe gesammelt und dann abwechselnd vorgetragen.
Fishbowl In einem größeren Stuhlkreis befindet sich ein kleinerer, auf welchem die Wortführer Platz nehmen. Ein freier Stuhl sollte bereit stehen, so dass sich S aus dem äußeren Kreis einschalten können.
Für weitere Informationen vgl. die "Methodenkiste der bpb"
Foto: BArch, Bild 146-1970-061-65 / o. Ang.
Magdeburg, November 1938: Zerstörte jüdische Buchdruckerei L. Sperling & Co. mit zerbrochenen Glasscheiben.
Modulkonzeption, Legende und Methodenglossar 9. November 1938
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Datum
17.10.2010
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Die Unterrichtseinheit gliedert sich in vier Hauptteile:
1. Antisemitische Politik seit 1933
2. Der 9. November 1938
3. Instrumentalisierung des 9. November durch die Nazis
4. Perspektiven auf den 9. November 1938
Modulkonzeption:
Folgende Prämissen liegen der Behandlung des 9. November 1938 auf deinegeschichte.de zugrunde:
1. Nationalsozialistische Quellen überwiegen bei allem historischen Interesse nicht.
2. Wenn solche Quellen behandelt werden, werden sie immer diskurs- wie inhaltsanalytisch begleitet.
3. Nationalsozialistische Begriffe werden vermieden oder als solche gekennzeichnet.
Die vorliegenden Modulvorschläge integrieren grundsätzlich die Perspektive der Opfer. Zudem enthalten die Aufgabenstellungen zu nationalsozialistischen Quellen immer eine Vorgehensweise, die die nationalsozialistische Propaganda sprachlich und inhaltlich dekonstruiert, bevor eine Aufgabe zur Bewertung oder Interpretation folgt.
Das Modul-System ermöglicht eine flexible Gestaltung des Unterrichts. Die Module bauen nicht zwingend aufeinander auf und sind so unabhängig voneinander einsetzbar bzw. variierbar. Wenn ein Modul ein anderes voraussetzt, wird dies in den didaktischen Hinweisen markiert. Die angegebenen Sozialformen sind Vorschläge und in Abhängigkeit von der Lerngruppe variierbar. In Doppelmarkierungen (z.B. EA/UG) soll deutlich werden, dass eine kurze stille Phase (EA) vor dem Unterrichtsgespräch sinnvoll sein kann. Die einzelnen Vorschläge sind in der Regel in Sekundarstufe I und II einsetzbar. Wenn das Anforderungsniveau in einzelnen Fällen eher für Sekundarstufe II geeignet ist, wird dies in der Spalte ‚Modulnummer/Querverweis’ markiert.
Alle angegebenen Materialien sind über die Links auf DeineGeschichte.de zu finden und können durch zusätzliche Quellen bzw. Materialien ergänzt werden (Vgl. letzte Spalte). Die Internetrecherche, aber auch die hier vorgeschlagenen Quellen, erfordern immer einen kritischen Umgang mit den dargebotenen Inhalten. In der Auseinandersetzung mit den aus unterschiedlichen Perspektiven dargestellten Materialien können die Schülerinnen und Schüler deshalb ihre Medienkompetenz erweitern und zugleich die Quellenkritik als grundlegende Kompetenz historischer Forschung einüben. Darüber hinaus werden in den Modulen die domänenspezifischen Kompetenzen durch die Erweiterung der Deutungskompetenz, Analysekompetenz, Methodenkompetenz und Urteilskompetenz gefördert.
Legende:
←→ kennzeichnet fachübergreifende Inhalte zwischen dem Geschichtsunterricht und anderen Fächern
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←→ kennzeichnet Alternativen: Manche Module auf dasselbe Lernziel. Aufgaben zur gleichen Quelle in anderen Unterrichtsmaterialien
S Schülerinnen und Schüler
L die Lehrerin bzw. der Lehrer
UE Unterrichtseinheit
SEK I Sekundarstufe I
SEK II Sekundarstufe II
EA Einzelarbeit
PA Partnerarbeit
GA Gruppenarbeit (GA3 = 3er Gruppe; GA4 = 4er Gruppe)
UG Unterrichtsgespräch
Stat. Stationsarbeit
Exp. Expertengruppen
Disk. Diskussionsforen
Roll. Rollenspiele
Ref. Referat
schr. schriftliche Schülerarbeit
Methodenglossar:
Gruppenpuzzle Die S arbeiten in Exp. die Fragestellungen so aus (Phase 1), dass sie ihre Erarbeitungen einer anderen Exp. referieren können (Phase 2). In Phase 2 entsendet jede Exp. jeweils einen S, so dass jede Gruppe je einen Referenten aller anderen Exp. aufnimmt. Die Referenten tragen nacheinander vor und beantworten ggf. Fragen. Anzahl der Referenten und Gruppengrößen können der Klassenstärke und der Anzahl der Exp. angepasst werden.
Debatten In allen Fällen sollte der L oder in der SEK II ein S moderieren und ein Teil der S die Debatte beobachten und anschließend berichten.
Streitlinie Die S positionieren sich an einer Streitlinie bei Ja oder Nein. Jede/r notiert oder äußert eine Begründung. Anschließend kann diskutiert werden.
Positionslinie Ähnlich wie bei der Streitlinie positionieren sich die S in je zwei Raumhälften. Hier werden allerdings Argumente in der Gruppe gesammelt und dann abwechselnd vorgetragen.
Fishbowl In einem größeren Stuhlkreis befindet sich ein kleinerer, auf welchem die Wortführer Platz nehmen. Ein freier Stuhl sollte bereit stehen, so dass sich S aus dem äußeren Kreis einschalten können.
Für weitere Informationen vgl. die "Methodenkiste der bpb"
Foto: BArch, Bild 146-1970-061-65 / o. Ang.
Magdeburg, November 1938: Zerstörte jüdische Buchdruckerei L. Sperling & Co. mit zerbrochenen Glasscheiben.






