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Dossier: Frauen in Haft
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"Die Frauen von Workuta" - Der Trailer
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Datum
04.04.2012
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Staat & Gesellschaft
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Nach dem Zweiten Weltkrieg herrschte in der Sowjetischen Besatzungszone im Osten Deutschlands ein Klima des Misstrauens, der Denunziation, Willkür und Repression. Bei der Suche nach Trägern des nationalsozialistischen Regimes und Gegnern der Sowjetmacht gerieten auch Frauen ins Visier der sowjetischen Geheimpolizei. Verdächtig war man schon als Tochter oder Ehefrau eines NS-Täters. In den späten 1940er und frühen 1950er Jahren traf es zunehmend auch Frauen, die sich in einer der neu gegründeten demokratischen Parteien engagierten, Kritik am Stalinismus übten oder zu starke Kontakte nach Westdeutschland pflegten. Schon beim geringsten Verdacht wurden diese Frauen in zweifelhaften Verfahren zu hohen Haftstrafen oder sogar zum Tod verurteilt. Tausende Frauen gelangten in das sowjetische Straflagersystem "Gulag" ("Gulag" = Abkürzung der russischen Bezeichnung "Glawnoe Uprawlenije LAGerei" - Hauptverwaltung der Lager; die Bezeichnung "Gulag" wird heute vor allem als Synonym für das gesamte sowjetische Repressionsystem aus Straflagern, Verbannungsorten und Gefängnissen verwendet).
In Workuta, einer riesigen Strafkolonie nahe des Polarkreises, waren die Bedingungen für die inhaftierten Frauen ähnlich grausam wie für die Männer. Körperliche Schwerstarbeit, minimale Essen-Rationen und die extreme Witterung führten zu Depressionen, schweren körperlichen Erkrankungen und hoher Sterblichkeit unter den Gefangenen.
Erst 1955 erreichte Bundeskanzler Konrad Adenauer unter diplomatischer Anerkennung der Sowjetunion die vorzeitige Freilassung von zehntausenden Kriegs- und Zivilgefangenen, darunter auch Frauen und Kinder. Nach 1990, als die Akten des sowjetischen Geheimdienstes geöffnet wurden, konnten die meisten der Gulag-Gefangenen rehabilitiert werden. Das Trauma ihrer Haft aber haben sie bis heute vor Augen.
Über das erlittene Unrecht der Frauen im Gulag ist bislang wenig berichtet worden. Noch aber leben Frauen, deren Schilderungen dieses dunkle Nachkriegskapitel erhellen. Die Interviewreihe "Die Frauen von Workuta" lässt fünf ehemalige Gulag-Gefangene zu Wort kommen und zeigt persönliche Dokumente, Archiv-Fotos und historische Filmaufnahmen. Die Interviewportraits werden exklusiv auf DeineGeschichte.de veröffentlicht.
Die Interviewreihe "Die Frauen von Workuta" ist ein Projekt der Berliner Heimatfilm GbR, in Kooperation mit dem Onlineportal DeineGeschichte, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Wir bedanken uns herzlich bei den Interviewpartnerinnen (hier aufgeführt in der Reihenfolge ihres Auftretens im Trailer):
Herta Lahne, geb. 1927, 1947-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Irmgard Nitz, geb. 1927, 1951-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Edith Fadtke, geb.1930, 1952-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Gerda Janson, geb. 1924, 1950 -1955 in sowjetischer Gefangenschaft und
Anita Wille, geb. 1931, 1951-1955 in sowjetischer Gefangenschaft.
Interviews / Kamera / Schnitt: Heimatfilm GbR
In Workuta, einer riesigen Strafkolonie nahe des Polarkreises, waren die Bedingungen für die inhaftierten Frauen ähnlich grausam wie für die Männer. Körperliche Schwerstarbeit, minimale Essen-Rationen und die extreme Witterung führten zu Depressionen, schweren körperlichen Erkrankungen und hoher Sterblichkeit unter den Gefangenen.
Erst 1955 erreichte Bundeskanzler Konrad Adenauer unter diplomatischer Anerkennung der Sowjetunion die vorzeitige Freilassung von zehntausenden Kriegs- und Zivilgefangenen, darunter auch Frauen und Kinder. Nach 1990, als die Akten des sowjetischen Geheimdienstes geöffnet wurden, konnten die meisten der Gulag-Gefangenen rehabilitiert werden. Das Trauma ihrer Haft aber haben sie bis heute vor Augen.
Über das erlittene Unrecht der Frauen im Gulag ist bislang wenig berichtet worden. Noch aber leben Frauen, deren Schilderungen dieses dunkle Nachkriegskapitel erhellen. Die Interviewreihe "Die Frauen von Workuta" lässt fünf ehemalige Gulag-Gefangene zu Wort kommen und zeigt persönliche Dokumente, Archiv-Fotos und historische Filmaufnahmen. Die Interviewportraits werden exklusiv auf DeineGeschichte.de veröffentlicht.
Die Interviewreihe "Die Frauen von Workuta" ist ein Projekt der Berliner Heimatfilm GbR, in Kooperation mit dem Onlineportal DeineGeschichte, gefördert von der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Wir bedanken uns herzlich bei den Interviewpartnerinnen (hier aufgeführt in der Reihenfolge ihres Auftretens im Trailer):
Herta Lahne, geb. 1927, 1947-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Irmgard Nitz, geb. 1927, 1951-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Edith Fadtke, geb.1930, 1952-1955 in sowjetischer Gefangenschaft;
Gerda Janson, geb. 1924, 1950 -1955 in sowjetischer Gefangenschaft und
Anita Wille, geb. 1931, 1951-1955 in sowjetischer Gefangenschaft.
Interviews / Kamera / Schnitt: Heimatfilm GbR






