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Mauersplitter: "Ich war noch reichlich feiern"
Udo Lindenberg am 2. Januar 1990 im Interview anlässlich seiner DDR-Tournee
"Ich freu mich in unbeschreiblicher Weise hier zu sein. Es ist noch ein bisschen früh am Morgen, ich war noch reichlich feiern, bisschen nachgefeiert, Silvester konnte ich ja nicht in Berlin sein, aber gestern haben wir dann Neujahrsfeier gemacht und irgendwie ein bisschen wenig geschlafen, macht aber auch nichts, weil flexibel. Starten heute mit der Proberei in Suhl, sind ein paar Tage da und kommen mit großer Neugierde. Nicht nur, um hier Musik zu machen, sondern um endlich mal mehr so übers Land und die Menschen rauszukriegen nach all den Klemmigkeiten, die es gegeben hat, Verboten und ... Sympathisanten und Fans haben unheimlich viel Stress gekriegt an den Schulen und dann doch durchgehalten und irgendwie jetzt, jetzt hier zu sein, ist ne richtig große Sache."
Reporter: "Udo, was machst du denn anschließend mit der DDR-Kohle?"
Lindenberg: "Ich fahr dann zum Vergnügen zum Rügen, mach dann irgendwie Partys mit dem Rest .. der Restkohle. Aber soviel wird das also nicht sein, aber das ist .. da mach ich mir auch wirklich keine Gedanken drüber."
"Mauersplitter" war eine 218-teilige O-Ton Dokumentation des Deutschlandfunks zum Jubiläum des Mauerfalls. Die Sendereihe startete am 18. August 2009 und endete am 18. März 2010 mit dem 20. Jahrestag der ersten freien Wahlen in der DDR. Sie wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitet.
Bekannte wie vergessene Dokumente dieser Zeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Die Mauersplitter waren ein akustisches Mosaik aus Originaltönen und Textzitaten, die – nie länger als eine Minute – zum Erinnern, Reflektieren und Weiterdenken einladen sollten. Von August bis März ein Tondokument für jeden Tag. Aus dem scheinbar Fragmentarischen entstand so ein akustischer roter Faden, der das dramatische Geschehen jener Zeit durchwirkte und ihm eine innere Logik verlieh.
In den Mauersplittern wurde ausschließlich unkommentiertes Originalmaterial präsentiert. Dafür wurden nicht nur die Archive des Deutschlandradios herangezogen, sondern auch in den Archiven der Birthler-Behörde, der Robert-Havemann-Stiftung und im Deutschen Rundfunkarchiv, das die Bestände des DDR-Rundfunks und -Fernsehens beherbergt, recherchiert.
Einige der Mauersplitter wurden DeineGeschichte vom Deutschlandfunk bzw. dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Alle Frequenzen vom Deutschlandfunk stehen hier.
Foto: VivaoPictures/flickr
"Ich freu mich in unbeschreiblicher Weise hier zu sein. Es ist noch ein bisschen früh am Morgen, ich war noch reichlich feiern, bisschen nachgefeiert, Silvester konnte ich ja nicht in Berlin sein, aber gestern haben wir dann Neujahrsfeier gemacht und irgendwie ein bisschen wenig geschlafen, macht aber auch nichts, weil flexibel. Starten heute mit der Proberei in Suhl, sind ein paar Tage da und kommen mit großer Neugierde. Nicht nur, um hier Musik zu machen, sondern um endlich mal mehr so übers Land und die Menschen rauszukriegen nach all den Klemmigkeiten, die es gegeben hat, Verboten und ... Sympathisanten und Fans haben unheimlich viel Stress gekriegt an den Schulen und dann doch durchgehalten und irgendwie jetzt, jetzt hier zu sein, ist ne richtig große Sache."
Reporter: "Udo, was machst du denn anschließend mit der DDR-Kohle?"
Lindenberg: "Ich fahr dann zum Vergnügen zum Rügen, mach dann irgendwie Partys mit dem Rest .. der Restkohle. Aber soviel wird das also nicht sein, aber das ist .. da mach ich mir auch wirklich keine Gedanken drüber."
"Mauersplitter" war eine 218-teilige O-Ton Dokumentation des Deutschlandfunks zum Jubiläum des Mauerfalls. Die Sendereihe startete am 18. August 2009 und endete am 18. März 2010 mit dem 20. Jahrestag der ersten freien Wahlen in der DDR. Sie wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitet.
Bekannte wie vergessene Dokumente dieser Zeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Die Mauersplitter waren ein akustisches Mosaik aus Originaltönen und Textzitaten, die – nie länger als eine Minute – zum Erinnern, Reflektieren und Weiterdenken einladen sollten. Von August bis März ein Tondokument für jeden Tag. Aus dem scheinbar Fragmentarischen entstand so ein akustischer roter Faden, der das dramatische Geschehen jener Zeit durchwirkte und ihm eine innere Logik verlieh.
In den Mauersplittern wurde ausschließlich unkommentiertes Originalmaterial präsentiert. Dafür wurden nicht nur die Archive des Deutschlandradios herangezogen, sondern auch in den Archiven der Birthler-Behörde, der Robert-Havemann-Stiftung und im Deutschen Rundfunkarchiv, das die Bestände des DDR-Rundfunks und -Fernsehens beherbergt, recherchiert.
Einige der Mauersplitter wurden DeineGeschichte vom Deutschlandfunk bzw. dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
Alle Frequenzen vom Deutschlandfunk stehen hier.
Foto: VivaoPictures/flickr






