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Mauersplitter: "Der Name SED ist weg"

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Deutschlandfunk

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Gregor Gysi zur Namensänderung der SED-PDS in PDS
 
Reporter: "Herr Gysi, der Name SED ist weg - PDS heißt der neue. Die Mitglieder sind aber die gleichen. Also nur alter Wein in neuen Schläuchen?"
 
Gysi: "Es sind keineswegs die gleichen Mitglieder, uns haben ja weit, weit über eine Million Mitglieder verlassen. Wir haben völlig neue Strukturen, wir haben auch Neuaufnahmen. Es sind diejenigen, die diese Partei des demokratischen Sozialismus wollen, die wissen Sie, einen größeren Beitrag als manch anderer geleistet haben. Sie haben nämlich die Strukturen dieser alten SED wirklich zerstört. Und das war härter als einfach ne neue Partei aufzumachen."
 
Reporter: "Nun haben Sie irgendwann mal laut nachgedacht und gesagt, die SED-PDS könnte auch in die Opposition gehen. Ist das nicht ein Wegnehmen von Wählerstimmen?"
 
Gysi: "Das weiß ich nicht. Vielleicht wollen viele Wähler ne starke Opposition - letztlich entscheidet der Wähler darüber, welche Rolle wir spielen. Und realistisch gehen wir eben davon aus, da ja keine andere Partei mit uns zusammengehen will, dass es eine Oppositionsrolle sein wird. Aber auch das kann sich im Laufe von Wochen und Monaten verändern, je nachdem, wie die Konstellation in diesem Land aussieht."
 
 
"Mauersplitter" war eine 218-teilige O-Ton Dokumentation des Deutschlandfunks zum Jubiläum des Mauerfalls. Die Sendereihe startete am 18. August 2009 und endete am 18. März 2010 mit dem 20. Jahrestag der ersten freien Wahlen in der DDR. Sie wurde in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung erarbeitet.

Bekannte wie vergessene Dokumente dieser Zeit wurden ins Gedächtnis gerufen. Die Mauersplitter waren ein akustisches Mosaik aus Originaltönen und Textzitaten, die – nie länger als eine Minute – zum Erinnern, Reflektieren und Weiterdenken einladen sollten. Von August bis März ein Tondokument für jeden Tag. Aus dem scheinbar Fragmentarischen entstand so ein akustischer roter Faden, der das dramatische Geschehen jener Zeit durchwirkte und ihm eine innere Logik verlieh. 

In den Mauersplittern wurde ausschließlich unkommentiertes Originalmaterial präsentiert. Dafür wurden nicht nur die Archive des Deutschlandradios herangezogen, sondern auch in den Archiven der Birthler-Behörde, der Robert-Havemann-Stiftung und im Deutschen Rundfunkarchiv, das die Bestände des DDR-Rundfunks und -Fernsehens beherbergt, recherchiert. 

Einige der Mauersplitter wurden DeineGeschichte vom Deutschlandfunk bzw. dem Deutschen Rundfunkarchiv (DRA) freundlicherweise zur Verfügung gestellt.
 
Alle Frequenzen vom Deutschlandfunk stehen hier.
 
 
Foto: VivaoPictures/flickr
 
 
 

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