Dossier: Beruf "Geschichte"
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Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Wissenschaftliche Referent Andreas Stirn
In unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" stellen wir anhand eines kurzen Fragebogens Menschen vor, die in ihrem Beruf mit Geschichte zu tun haben. In dieser Folge geht es um Andreas Stirn. Als Referent im brandenburgischen Landtag hat er nicht nur mit Politik zu tun. Die Beschäftigung mit Geschichte beschreibt er als sein "täglich Brot". Dabei wollte er eigentlich mal Förster oder Fotograf werden...
Name: Andreas Stirn
Alter: 37
Beruf: Referent im Ausschussdienst des Brandenburgischen Landtags
Traumberuf als Kind: Fotograf oder, ja, wirklich: Förster
Traumberuf heute: Fragebogenerfinder ;)
Ausbildungsweg: Abitur - Studium der Geschichte, Literatur und Soziologie - Promotion in Politikwissenschaft
Arbeitszeiten: mindestens 42h/Woche
Gehalt: kommt pünktlich (öffentlicher Dienst)
Darum geht es in meiner Arbeit: Politik ermöglichen, ohne selbst politisch zu handeln.
Auf diese Fähigkeiten kommt es in meinem Beruf an: Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Diplomatie und - nicht zuletzt - breit gefächerte Sachkenntnis.
Das hat meine Arbeit mit Geschichte zu tun: Derzeit arbeite ich für eine parlamentarische Kommission, die die Entwicklung des Landes Brandenburg seit 1990 untersucht. Geschichte und die Auseinandersetzung damit sind also mein täglich Brot. Manchmal schmeckt's, und manchmal beißt man sich die Zähne daran aus.
Eine Sache, die ich an meinem Beruf besonders gern mag/überhaupt nicht mag: Fast täglich begegne ich interessanten Menschen mit einer starken politischen Meinung - das ist spannend, auch oder gerade, weil es nicht immer meine eigene Meinung ist. Nicht immer liebenswert finde ich die unvermeidbaren bürokratischen Pflichten, die mit meiner Arbeit einhergehen.
Diese historische Persönlichkeit hätte ich gern getroffen: Einen Entdecker, Erfinder oder Künstler (was ja fast dasselbe ist), z.B. Roald Amundsen (den Entdecker des Südpols), Robert Koch (den Entdecker des Tuberkulose-Erregers), Lyonel Feininger (den Erfinder wundersamer Himmelslandschaften)...
Geschichte fand ich in der Schule: Spannend.
Wenn ich jetzt (noch einmal) studieren könnte, würde ich dieses Fach wählen: etwas "handfesteres" wie Medizin oder etwas "freieres" wie Fotografie.
In drei bis fünf Jahren möchte ich das machen: Nicht unbedingt etwas ganz anderes, dieses aber mit noch mehr Wissen, Erfahrung und Augenmaß.
Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" findest du hier:
Foto: Impression aus dem Arbeitsalltag von Andreas Stirn - eine Sitzung der Enquete-Kommission im Brandenburgischen Landtag mit dem klangvollen Titel "Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg" (©Andreas Stirn).
1. Fact Sheet
Name: Andreas Stirn
Alter: 37
Beruf: Referent im Ausschussdienst des Brandenburgischen Landtags
Traumberuf als Kind: Fotograf oder, ja, wirklich: Förster
Traumberuf heute: Fragebogenerfinder ;)
Ausbildungsweg: Abitur - Studium der Geschichte, Literatur und Soziologie - Promotion in Politikwissenschaft
Arbeitszeiten: mindestens 42h/Woche
Gehalt: kommt pünktlich (öffentlicher Dienst)
2. Meine Arbeit & ich – in acht Sätzen
Darum geht es in meiner Arbeit: Politik ermöglichen, ohne selbst politisch zu handeln.
Auf diese Fähigkeiten kommt es in meinem Beruf an: Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Diplomatie und - nicht zuletzt - breit gefächerte Sachkenntnis.
Das hat meine Arbeit mit Geschichte zu tun: Derzeit arbeite ich für eine parlamentarische Kommission, die die Entwicklung des Landes Brandenburg seit 1990 untersucht. Geschichte und die Auseinandersetzung damit sind also mein täglich Brot. Manchmal schmeckt's, und manchmal beißt man sich die Zähne daran aus.
Eine Sache, die ich an meinem Beruf besonders gern mag/überhaupt nicht mag: Fast täglich begegne ich interessanten Menschen mit einer starken politischen Meinung - das ist spannend, auch oder gerade, weil es nicht immer meine eigene Meinung ist. Nicht immer liebenswert finde ich die unvermeidbaren bürokratischen Pflichten, die mit meiner Arbeit einhergehen.
Diese historische Persönlichkeit hätte ich gern getroffen: Einen Entdecker, Erfinder oder Künstler (was ja fast dasselbe ist), z.B. Roald Amundsen (den Entdecker des Südpols), Robert Koch (den Entdecker des Tuberkulose-Erregers), Lyonel Feininger (den Erfinder wundersamer Himmelslandschaften)...
Geschichte fand ich in der Schule: Spannend.
Wenn ich jetzt (noch einmal) studieren könnte, würde ich dieses Fach wählen: etwas "handfesteres" wie Medizin oder etwas "freieres" wie Fotografie.
In drei bis fünf Jahren möchte ich das machen: Nicht unbedingt etwas ganz anderes, dieses aber mit noch mehr Wissen, Erfahrung und Augenmaß.
Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" findest du hier:
Foto: Impression aus dem Arbeitsalltag von Andreas Stirn - eine Sitzung der Enquete-Kommission im Brandenburgischen Landtag mit dem klangvollen Titel "Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg" (©Andreas Stirn).









