Deutsch-Deutsche Geschichte in Bildung und Schule
Bild zu Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Wissenschaftliche Referent Andreas Stirn
Dossier: Beruf "Geschichte"

Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Wissenschaftliche Referent Andreas Stirn

Autor

Redaktion

Datum

20.06.2012

Kategorien

Aktuelles

Drucken

Diese Seite drucken

In unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" stellen wir anhand eines kurzen Fragebogens Menschen vor, die in ihrem Beruf mit Geschichte zu tun haben. In dieser Folge geht es um Andreas Stirn. Als Referent im brandenburgischen Landtag hat er nicht nur mit Politik zu tun. Die Beschäftigung mit Geschichte beschreibt er als sein "täglich Brot". Dabei wollte er eigentlich mal Förster oder Fotograf werden...

 
 

1. Fact Sheet


Name: Andreas Stirn 

Alter: 37

Beruf: Referent im Ausschussdienst des Brandenburgischen Landtags

Traumberuf als Kind: Fotograf oder, ja, wirklich: Förster

Traumberuf heute: Fragebogenerfinder ;)

Ausbildungsweg: Abitur - Studium der Geschichte, Literatur und Soziologie - Promotion in Politikwissenschaft

Arbeitszeiten: mindestens 42h/Woche

Gehalt: kommt pünktlich (öffentlicher Dienst)



2. Meine Arbeit & ich – in acht Sätzen


Darum geht es in meiner Arbeit: Politik ermöglichen, ohne selbst politisch zu handeln.

Auf diese Fähigkeiten kommt es in meinem Beruf an: Organisationstalent, Kommunikationsfähigkeit, Diplomatie und - nicht zuletzt - breit gefächerte Sachkenntnis.

Das hat meine Arbeit mit Geschichte zu tun: Derzeit arbeite ich für eine parlamentarische Kommission, die die Entwicklung des Landes Brandenburg seit 1990 untersucht. Geschichte und die Auseinandersetzung damit sind also mein täglich Brot. Manchmal schmeckt's, und manchmal beißt man sich die Zähne daran aus.

Eine Sache, die ich an meinem Beruf besonders gern mag/überhaupt nicht mag: Fast täglich begegne ich interessanten Menschen mit einer starken politischen Meinung - das ist spannend, auch oder gerade, weil es nicht immer meine eigene Meinung ist. Nicht immer liebenswert finde ich die unvermeidbaren bürokratischen Pflichten, die mit meiner Arbeit einhergehen.

Diese historische Persönlichkeit hätte ich gern getroffen: Einen Entdecker, Erfinder oder Künstler (was ja fast dasselbe ist), z.B. Roald Amundsen (den Entdecker des Südpols), Robert Koch (den Entdecker des Tuberkulose-Erregers), Lyonel Feininger (den Erfinder wundersamer Himmelslandschaften)...

Geschichte fand ich in der Schule: Spannend.

Wenn ich jetzt (noch einmal) studieren könnte, würde ich dieses Fach wählen: etwas "handfesteres" wie Medizin oder etwas "freieres" wie Fotografie.

In drei bis fünf Jahren möchte ich das machen: Nicht unbedingt etwas ganz anderes, dieses aber mit noch mehr Wissen, Erfahrung und Augenmaß. 
 
 
 
Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" findest du hier:
 
 
Foto: Impression aus dem Arbeitsalltag von Andreas Stirn - eine Sitzung der Enquete-Kommission im Brandenburgischen Landtag mit dem klangvollen Titel "Aufarbeitung der Geschichte und Bewältigung von Folgen der SED-Diktatur und des Übergangs in einen demokratischen Rechtsstaat im Land Brandenburg" (©Andreas Stirn).

Deine Bewertung

(höher = besser)
Zurück zur Übersicht
Dossier: Beruf "Geschichte" Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Kulturwissenschaftler Jan Musekamp

Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Kulturwissenschaftler Jan Musekamp

Text | Von einem, der "schwierige Beziehungsgeschichte" vermittelt.

Dossier: Beruf "Geschichte" Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Langzeitdozent Dr. Felix Ackermann

Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Langzeitdozent Dr. Felix Ackermann

Text | Von einem, dessen Traumberuf Familienvater ist...

Dossier: Beruf "Geschichte" Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Archivar Tobias Hermann

Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Archivar Tobias Hermann

Text | Von einem, der heute auch gerne Fussballkommentator wäre...