Dossier: Beruf "Geschichte"
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Berufsgeschichten. Geschichtsberufe: Der Archivar Hans-Jürgen Höötmann
In unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" stellen wir anhand eines kurzen Fragebogens Menschen vor, die in ihrem Beruf mit Geschichte zu tun haben. Im heutigen Teil steht uns Hans-Jürgen Höötmann, Archivar im Kreis Steinfurt, Rede und Antwort. Mit seiner Berufswahl ist er "im Großen und Ganzen sehr zufrieden", was bestimmt auch daran liegt, dass die Arbeitszeiten geregelt sind und das Gehalt "in Ordnung" ist...
Name: Hans-Jürgen Höötmann
Alter: 48
Beruf: Archivar
Traumberuf als Kind: Musiker
Traumberuf heute: Die Auswahl an Traumberufen ist groß, aber mit meiner Berufswahl bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Ausbildungsweg: Diplom-Archivar, duales Studium mit praktischer Ausbildung im Staatsarchiv Osnabrück und FH-Studium an der Archivschule Marburg
Arbeitszeiten: Geregelt, was durchaus Vorzüge hat.
Gehalt: In Ordnung.
Darum geht es in meiner Arbeit: Für die Forschung und die interessierte Öffentlichkeit aus dem Aktenanfall einer öffentlichen Verwaltung und ihr nahestehender Organisationen und Personen diejenigen Teile herausfiltern, die einen hohen (historischen) Informationswert haben und somit als Kulturgut dauerhaft zu sichern und zu überliefern sind.
Auf diese Fähigkeiten kommt es in meinem Beruf an: Strukturiertes Arbeiten in den Aufgabenfeldern Bewertung von angebotenen Informationsmaterialien, deren Erschließung und Bestandserhaltung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Ausgeprägtes Kommunikationsvermögen im Umgang mit den Registraturbildnern (Aktenproduzenten) und den Archivnutzern und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in knapper Form nachvollziehbar darzustellen.
Das hat meine Arbeit mit Geschichte zu tun: Durch die Bewertung und Archivierung von Unterlagen werden Primärquellen gesichert, die Verwaltungshandeln transparent abbilden und die Grundlage für eine umfassende Geschichtsschreibung bilden.
Eine Sache, die ich an meinem Beruf besonders gern mag/überhaupt nicht mag: Das Archivwesen ist eine kleine Zunft, so dass die Archivszene überschaubar ist und es gute Kontakte zu Kollegen im gesamten Bundesgebiet gibt. Unangenehm ist die Arbeit mit verschmutztem Registraturgut, was bei Aktenaussonderungen hin und wieder vorkommen kann.
Diese historische Persönlichkeit hätte ich gern getroffen: Es gibt Unmengen interessanter historischer Persönlichkeiten, die im Großen wie im Kleinen in unterschiedlichen Bereichen gewirkt haben. Insofern fällt es mir hierbei schwer, eine einzelne Person herauszugreifen.
Geschichte fand ich in der Schule: Spannend.
Wenn ich jetzt (noch einmal) studieren könnte, würde ich dieses Fach wählen: Es ist wie mit dem Traumberuf: Die Auswahl ist groß, aber Geschichte war, ist und bleibt interessant.
In drei bis fünf Jahren möchte ich das machen: Weiterhin in Projekten mitwirken, die sich mit archivfachlichen Problemen auseinandersetzen und dem Fachpublikum in der Praxis anwendbare Lösungsstrategien aufzeigen.
Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" findest du hier:
Fotos: Hans-Jürgen Höötmann (Ausschnitt) bei der Aktenaussonderung; Portraitfoto Hans-Jürgen Höötmann (©LWL-Archivamt für Westfalen).
1. Fact Sheet
Name: Hans-Jürgen Höötmann
Alter: 48
Beruf: Archivar
Traumberuf als Kind: Musiker
Traumberuf heute: Die Auswahl an Traumberufen ist groß, aber mit meiner Berufswahl bin ich im Großen und Ganzen sehr zufrieden.
Ausbildungsweg: Diplom-Archivar, duales Studium mit praktischer Ausbildung im Staatsarchiv Osnabrück und FH-Studium an der Archivschule Marburg
Arbeitszeiten: Geregelt, was durchaus Vorzüge hat.
Gehalt: In Ordnung.
2. Meine Arbeit & ich – in acht Sätzen
Darum geht es in meiner Arbeit: Für die Forschung und die interessierte Öffentlichkeit aus dem Aktenanfall einer öffentlichen Verwaltung und ihr nahestehender Organisationen und Personen diejenigen Teile herausfiltern, die einen hohen (historischen) Informationswert haben und somit als Kulturgut dauerhaft zu sichern und zu überliefern sind.
Auf diese Fähigkeiten kommt es in meinem Beruf an: Strukturiertes Arbeiten in den Aufgabenfeldern Bewertung von angebotenen Informationsmaterialien, deren Erschließung und Bestandserhaltung sowie in der Öffentlichkeitsarbeit. Ausgeprägtes Kommunikationsvermögen im Umgang mit den Registraturbildnern (Aktenproduzenten) und den Archivnutzern und die Fähigkeit, komplexe Sachverhalte in knapper Form nachvollziehbar darzustellen.
Das hat meine Arbeit mit Geschichte zu tun: Durch die Bewertung und Archivierung von Unterlagen werden Primärquellen gesichert, die Verwaltungshandeln transparent abbilden und die Grundlage für eine umfassende Geschichtsschreibung bilden.
Eine Sache, die ich an meinem Beruf besonders gern mag/überhaupt nicht mag: Das Archivwesen ist eine kleine Zunft, so dass die Archivszene überschaubar ist und es gute Kontakte zu Kollegen im gesamten Bundesgebiet gibt. Unangenehm ist die Arbeit mit verschmutztem Registraturgut, was bei Aktenaussonderungen hin und wieder vorkommen kann.
Diese historische Persönlichkeit hätte ich gern getroffen: Es gibt Unmengen interessanter historischer Persönlichkeiten, die im Großen wie im Kleinen in unterschiedlichen Bereichen gewirkt haben. Insofern fällt es mir hierbei schwer, eine einzelne Person herauszugreifen.
Geschichte fand ich in der Schule: Spannend.
Wenn ich jetzt (noch einmal) studieren könnte, würde ich dieses Fach wählen: Es ist wie mit dem Traumberuf: Die Auswahl ist groß, aber Geschichte war, ist und bleibt interessant.
In drei bis fünf Jahren möchte ich das machen: Weiterhin in Projekten mitwirken, die sich mit archivfachlichen Problemen auseinandersetzen und dem Fachpublikum in der Praxis anwendbare Lösungsstrategien aufzeigen.
Weitere Beiträge aus unserer Reihe "Berufsgeschichten.Geschichtsberufe" findest du hier:
Fotos: Hans-Jürgen Höötmann (Ausschnitt) bei der Aktenaussonderung; Portraitfoto Hans-Jürgen Höötmann (©LWL-Archivamt für Westfalen).













