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Steht die Mauer in den Köpfen noch? (Erörterung) (Magdeburg)
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Datum
09.11.2008
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Mauer, Grenze & Flucht
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20 Jahre Mauerfall - Gibt es die Mauer in den Köpfen noch?
Peter Sodann, „die ehrliche Haut“ aus dem ‚Wilden Osten’ will, wie Ronald Reagan, der Wild West-Schauspieler, in den 80er Jahren, Staatschef werden. „Für die Linke ist der ehemalige Tatort-Kommissar Peter Sodann der ideale Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten“. In der Badischen Zeitung vom 15.10.2008 spielt die Korrespondentin Katja Bauer mit den Vorurteilen, wie die Westdeutschen von den Ostdeutschen so gesehen werden. Wie „Gutsherren“, die kontrollieren, was mit ihrem Geld gemacht wurde, wenn sie in den Osten kommen.
Peter Sodann will Bundespräsident werden. In einer von uns durchgeführten Umfrage ist es 80 % der befragten ab 37jährigen Westdeutschen egal, ob der Bundeskanzler aus West- oder Ostdeutschland kommt.
„Sodann, Arbeiterkind aus der Nähe von Meißen, saß als Student in der DDR wegen konterrevolutionärer Umtriebe in Bautzen in Haft, weil er in Leipzig Teil des Studentenkabaretts ‚Rat der Spötter’ war. Die Partei schloss ihn aus. Eine ganze Batterie von IM, inoffiziellen Stasi-Informanten, war auf den populären Schauspieler und Regisseur angesetzt. Links war er immer, trotzdem.“, schreibt Bauer.
Warum kandidiert Peter Sodann dann für die Linkspartei? Im Artikel von Frau Bauer verkörpert Peter Sodann die im Osten verbreitete Überzeugung, „wonach der Sozialismus eine gute Idee sei, die nur schlecht ausgeführt wurde“. Es kann daran liegen, dass die Zeit die Wunden heilt.
Frau Bauer stelle Sodann als stolzen Ossi vor, der den Mund aufmacht für seine ganze Partei und alle Ostdeutschen.
Im Kommentar vom 15.10.2008 von Thomas Maron zum Artikel von Frau Bauer, schreibt er: „Wie kann einer, der die DDR nie mehr erleben will und der dort neun Monate eingesperrt war, einer Partei als Aushängeschild dienen, deren Mitglieder in nicht geringer Zahl die Sehnsucht nach den guten alten Zeiten hegen und pflegen?“
Genau diese Frage macht den Wessis Angst.
Diese Angst wird aber gemildert, weil der Ex-Tatort-Kommissar „wie kaum ein anderer das Unbehagen an den Zuständen und den Ärger darüber, dass der kleine Mann den ganzen Unsinn nun noch aus eigener Tasche bezahlen muss“, verkörpert. So steht es in der Frankfurter Rundschau vom 16.10.2008.
In der Badischen Zeitung vom selben Tag wird Hans Ullrich Wehlers Buch mit dem Titel „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“ von dem Redakteur Wulf Rüskamp vorgestellt.
Nach Wehler ist die soziale Ungleichheit in ganz Deutschland, nicht in Ost- oder Westdeutschland, gewachsen.
Er spricht von „einer parallelen laufenden Historie zweier deutschen Staaten, die 1990 zur Wiederfertigung finden.“
Wulf Rüskamp schreibt: „1949 waren die Weichen der Teilung gestellt, danach ging es nur noch um Nuancen. Und was 1989/1990 geschah, ist in Wehlers Augen keine politische Tat, sondern der Kollaps des maroden DDR Systems.“
Ebenfall schreibt Rüskamp über Wehler: „Er schaut auf das Ende der DDR - und entdeckt ein vom Anfang an verkorktes Experiment kommunistischer Ideologen. Dieses Staatsgebilde nach sowjetrussischem Muster konnte sich nur durch brutale Gewalt und am Schluss mit Milliardenkrediten aus dem Westen über die Jahre retten, - im Grunde eine historische Sackgasse, die die Geschichtswissenschaft als Fußnote abhaken sollte.“
Uns fielen die Parallelen zwischen Wehler und Sodann auf, die beide die soziale Ungleichheit in ganz Deutschland meinen.
Die von Wehler angesprochene Ungleichheit ist nicht von Ost und West abhängig. Sie betrifft ganz Deutschland.
Aber diese Ungleichheit ist seit und nicht zuletzt wegen des Falls der Mauer und wegen des Wegfalls des Eisernen Vorhangs gewachsen.
Dies belegt das Ergebnis unserer Umfrage, wonach 60% der über 65jährigen Westdeutschen der Meinung sind, dass es ihnen schlechter geht, da sie jedes Jahr viele Steuergelder in den Osten zahlen müssen. Dies ist wahrscheinlich so, da die Rente deswegen geringer ausfällt.
Diese soziale Ungleichheit hat nach Meinung von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (Sachsen-Anhalts Hauptstadt), den wir per e-Mail interviewten, den Grund in der „immer noch unterrepräsentativen Wirtschaftskraft“ im Osten.
Interessant ist das Ergebnis unserer Umfrage auf die Frage, ob es die Mauer wieder geben soll, nämlich, dass 90% der über 37jährigen mit „nein“ gestimmt haben.
Aus OB Trümpers Sicht bedeutet die „Mauer“, „Unfreiheit, Stagnation, Perspektivlosigkeit und Politische Isolation.“
Obwohl die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen überall in Deutschland gleich seien, blieben die Probleme von hoher Arbeitslosigkeit, sozial schwacher Schichten und geringer Wirtschaftskraft im Osten.
Aus Sicht OB Trümpers, gibt es also einen wirtschaftlichen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland und nicht die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen.
Die Junge Generation, so schreibt OB Trümper in der Antwort-Mail, „hat keinerlei eigene Lebenserfahrung mehr mit der DDR.´
Diese Aussage können wir mit Ergebnissen unserer Umfrage stützen. Viele 14-16jährige Westdeutsche haben auf unsere Fragen mit „egal“ oder „weiß nicht“ geantwortet. Grund dafür sind wahrscheinlich fehlende Kenntnisse.
OB Trümper spricht weiter von „Jugendlichen“, die sich benachteiligt fühlen aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Situation. Aus dieser Enttäuschung kann leicht Aggression entstehen.
OB Trümper erklärt uns seine Aussage aus der BZ vom 01.10.2008, als er sagte, dass der Osten angeblich benachteiligt würde: „die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben alle Bedingungen erfüllt. Ich bin darüber enttäuscht- und da kann man sich abrackern wie man will, da hat man im Osten keinerlei Chancen wahrgenommen zu werden.“
Dies Zitat stammt aus den Artikel „Die Verlierer sind Bielefeld und Magdeburg. In neun deutschen Städten wird hingegen gefeiert, weil dort Spiele der Frauen-WM 2011 stattfinden.“
Aus seinem Antwortschreiben erfuhren wir, dass „die Zusage die wirtschaftlich stärkeren Landesverbände des BFB“ erhalten haben.
Er hätte falsch gedacht, dass der Standort mit den besten Rahmenbedingungen und der bestmöglichen Verteilungen aller Standort in Deutschland die Zusage erhalten würde. Ebenfalls habe die Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Magdeburger Bewerbung nicht genug unterstützt.
Wir lasen heraus, dass wenn die wirtschaftliche Situation im Osten besser wäre, die Chancen für Magdeburg nicht nur besser sondern die gleichen gewesen wären. Seine Forderung und unsere Meinung ist, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, indem „das Angebot von Arbeitsplätzen in den strukturschwachen Gebieten weiterhin“ verbessert wird.
In unserer Umfrage kam heraus, dass die 14-16jährigen keinerlei Vorurteile bezüglich Ost- und Westdeutschland haben, also gibt es bei den Jugendlichen keine Mauer in den Köpfen: Auf die Frage „Sie sind Vermieter. In Ihrem Haus sollten lieber Ostdeutsche, Westdeutsche oder egal wer leben“, antworteten 80% jugendliche 14-16jährige, mit „egal wer“.
Die ab 37jährigen wollten 30% Westdeutsche und bei den ab 65jährigen wollten 60% westdeutsche Vermieter.
Bei den älteren Generationen sind also Ängste und Vorurteile zum Teil noch da, vielleicht, weil sie ein falsches Bild von den Ostdeutschen haben, sie sehen sie vielleicht als ewige Kommunisten.
Demzufolge sollten wir, die junge Generation, versuchen, den Älteren klar zu machen, dass die Ostdeutschen ganz normale Menschen sind. Dies könnte man ihnen durch einen Besuch in den Osten noch näher bringen.
Mit dieser Meinung widersprechen wir Magdeburgs OB Lutz Trümper nicht, dass „bei der Mehrheit der Menschen keine Mauer in den Köpfen“ besteht.
Aber, zum Schluss noch einmal: Wir glauben, dass bei einem Teil der Deutschen eine Mauer in den Köpfen immer noch besteht und wir hoffen, dass diese Mauer in den Köpfen komplett eingerissen wird und das geschieht durch die „Verbesserung der Wirtschaft“ im Osten.
Dieser Text entstand im Deutsch-Zusatz-Unterricht, der uns auf den Besuch der Werkrealschule, Klasse 10, vorbereiten soll, zusammen mit unserem Lehrer Robert P. Hubbes.
Wir bauten auch ein Lernspiel „Die Berliner Mauer – Das Spiel“, Dieses Spiel soll dazu dienen, die Reste der Mauer in den Köpfen einzureißen.
Quellenangaben:
Informationen zur Politischen Bildung, 1979 Berlin: „Bau der Mauer“, S.23/24
------------------------------------------------------------------------------------------------------
Geschichtsbuch: „Zeitreise 3“:
Geschichtsbuch: „Von…Bis. Band 3
Geschichtsbuch: „Welt, Zeit, Gesellschaft“. Band 4
Geschichtsbuch: „Expedition Geschichte. Von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart.“ Band 3
Geschichtsbuch: „Geschichte KENNEN UND VERSTEHEN“. Band A3
Geschichtsbuch: „ Entdecken und Verstehen.“ Band 3
Schüler Duden: „Die Geschichte“
Eva Windmöller / Thomas Höpker: „Leben in der DDR“
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Sat1:
6.10.2008, 22.25 Uhr:
Dokumentation über die Berliner Mauer.
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Badische Zeitung vom 01.10.2008:
Nachricht: „Verlierer sind Bielefeld und Magdeburg
In neun deutschen Städten wird hingegen gefeiert, weil dort Spiele der Frauenfußball-WM 2011 stattfinden“
Badische Zeitung vom 15.10.2008:
Nachricht: „Die ehrliche Haut aus dem Osten
Für die Linke ist der ehemalige Tatort-Kommissar Peter Sodann der ideale Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten“
Kommentar: „Peter Sodann. Überall gerne gesehen“
Badische Zeitung vom 16.10.2008:
Pressestimmen: Frankfurter Rundschau vom 16.10.2008.
Buchbesprechung: Deutsche Gesellschaftsgeschichte
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de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik
www.berlinermaueronline.de/geschichte/fall-der-berliner-mauer.htm
de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer
Inhalt:
1 Geschichte
1.1 Vorgeschichte
1.2 Mauerbau
1.3 Westdeutsche Reaktionen
1.4 Alliierte Reaktionen
1.5 Geteiltes Land
1.6 Mauerfall
1.7 Entwicklung nach dem Mauerfall
2 Struktur der Berliner Grenzanlagen
2.1 Aufbau der Grenzanlagen
2.2 Personeller Aufbau und Ausstattung des Grenzkommandos Mitte
2.3 Gewässergrenzen
2.4 Grenzübergänge
3 Maueropfer und -schützen
3.1 Maueropfer
3.2 Mauerschützen-Prozesse
4 Gedenken
4.1 Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie
4.2 Gedenkstättenensemble Berliner Mauer in der Bernauer Straße
4.3 Geschichtsmeile Berliner Mauer
5 Der Mauerstreifen heute
5.1 Nutzung
5.2 Berliner Mauerweg
5.3 Reste der Maueranlagen nach dem Abriss
www.mauerfotos.de
www.chronik-der-mauer.de
www.berlinermaueronline.de
www.Planet-Schule.de
www.dailysoft.com/berlinwall/index_de
www.berlin.de/mauer/geschichte/index.de
de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich_1945_bis_1949
de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_(Deutschland)
de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl
www.koopiworld.de/pub/pw45-59.htm
de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der
www.youtube.com/watch
Impressum:
Herausgeber und Idee von: Klasse H9, Deutsch-Zusatz-Unterricht
Tobias Geiser, Patrick Irslinger, Lukas Jäger, Simon Jäger, Bianca Kindel
Haupt- und Realschule Neuried
Hauptstr. 60
77743 Ichenheim
Begleitende Lehrkraft: Robert P. Hubbes
Projektbericht "20 Jahre Mauerfall - Gibt es die Mauer in den Köpfen noch?"
Peter Sodann, „die ehrliche Haut“ aus dem ‚Wilden Osten’ will, wie Ronald Reagan, der Wild West-Schauspieler, in den 80er Jahren, Staatschef werden. „Für die Linke ist der ehemalige Tatort-Kommissar Peter Sodann der ideale Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten“. In der Badischen Zeitung vom 15.10.2008 spielt die Korrespondentin Katja Bauer mit den Vorurteilen, wie die Westdeutschen von den Ostdeutschen so gesehen werden. Wie „Gutsherren“, die kontrollieren, was mit ihrem Geld gemacht wurde, wenn sie in den Osten kommen.
Peter Sodann will Bundespräsident werden. In einer von uns durchgeführten Umfrage ist es 80 % der befragten ab 37jährigen Westdeutschen egal, ob der Bundeskanzler aus West- oder Ostdeutschland kommt.
„Sodann, Arbeiterkind aus der Nähe von Meißen, saß als Student in der DDR wegen konterrevolutionärer Umtriebe in Bautzen in Haft, weil er in Leipzig Teil des Studentenkabaretts ‚Rat der Spötter’ war. Die Partei schloss ihn aus. Eine ganze Batterie von IM, inoffiziellen Stasi-Informanten, war auf den populären Schauspieler und Regisseur angesetzt. Links war er immer, trotzdem.“, schreibt Bauer.
Warum kandidiert Peter Sodann dann für die Linkspartei? Im Artikel von Frau Bauer verkörpert Peter Sodann die im Osten verbreitete Überzeugung, „wonach der Sozialismus eine gute Idee sei, die nur schlecht ausgeführt wurde“. Es kann daran liegen, dass die Zeit die Wunden heilt.
Frau Bauer stelle Sodann als stolzen Ossi vor, der den Mund aufmacht für seine ganze Partei und alle Ostdeutschen.
Im Kommentar vom 15.10.2008 von Thomas Maron zum Artikel von Frau Bauer, schreibt er: „Wie kann einer, der die DDR nie mehr erleben will und der dort neun Monate eingesperrt war, einer Partei als Aushängeschild dienen, deren Mitglieder in nicht geringer Zahl die Sehnsucht nach den guten alten Zeiten hegen und pflegen?“
Genau diese Frage macht den Wessis Angst.
Diese Angst wird aber gemildert, weil der Ex-Tatort-Kommissar „wie kaum ein anderer das Unbehagen an den Zuständen und den Ärger darüber, dass der kleine Mann den ganzen Unsinn nun noch aus eigener Tasche bezahlen muss“, verkörpert. So steht es in der Frankfurter Rundschau vom 16.10.2008.
In der Badischen Zeitung vom selben Tag wird Hans Ullrich Wehlers Buch mit dem Titel „Deutsche Gesellschaftsgeschichte“ von dem Redakteur Wulf Rüskamp vorgestellt.
Nach Wehler ist die soziale Ungleichheit in ganz Deutschland, nicht in Ost- oder Westdeutschland, gewachsen.
Er spricht von „einer parallelen laufenden Historie zweier deutschen Staaten, die 1990 zur Wiederfertigung finden.“
Wulf Rüskamp schreibt: „1949 waren die Weichen der Teilung gestellt, danach ging es nur noch um Nuancen. Und was 1989/1990 geschah, ist in Wehlers Augen keine politische Tat, sondern der Kollaps des maroden DDR Systems.“
Ebenfall schreibt Rüskamp über Wehler: „Er schaut auf das Ende der DDR - und entdeckt ein vom Anfang an verkorktes Experiment kommunistischer Ideologen. Dieses Staatsgebilde nach sowjetrussischem Muster konnte sich nur durch brutale Gewalt und am Schluss mit Milliardenkrediten aus dem Westen über die Jahre retten, - im Grunde eine historische Sackgasse, die die Geschichtswissenschaft als Fußnote abhaken sollte.“
Uns fielen die Parallelen zwischen Wehler und Sodann auf, die beide die soziale Ungleichheit in ganz Deutschland meinen.
Die von Wehler angesprochene Ungleichheit ist nicht von Ost und West abhängig. Sie betrifft ganz Deutschland.
Aber diese Ungleichheit ist seit und nicht zuletzt wegen des Falls der Mauer und wegen des Wegfalls des Eisernen Vorhangs gewachsen.
Dies belegt das Ergebnis unserer Umfrage, wonach 60% der über 65jährigen Westdeutschen der Meinung sind, dass es ihnen schlechter geht, da sie jedes Jahr viele Steuergelder in den Osten zahlen müssen. Dies ist wahrscheinlich so, da die Rente deswegen geringer ausfällt.
Diese soziale Ungleichheit hat nach Meinung von Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper (Sachsen-Anhalts Hauptstadt), den wir per e-Mail interviewten, den Grund in der „immer noch unterrepräsentativen Wirtschaftskraft“ im Osten.
Interessant ist das Ergebnis unserer Umfrage auf die Frage, ob es die Mauer wieder geben soll, nämlich, dass 90% der über 37jährigen mit „nein“ gestimmt haben.
Aus OB Trümpers Sicht bedeutet die „Mauer“, „Unfreiheit, Stagnation, Perspektivlosigkeit und Politische Isolation.“
Obwohl die politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen überall in Deutschland gleich seien, blieben die Probleme von hoher Arbeitslosigkeit, sozial schwacher Schichten und geringer Wirtschaftskraft im Osten.
Aus Sicht OB Trümpers, gibt es also einen wirtschaftlichen Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland und nicht die Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen.
Die Junge Generation, so schreibt OB Trümper in der Antwort-Mail, „hat keinerlei eigene Lebenserfahrung mehr mit der DDR.´
Diese Aussage können wir mit Ergebnissen unserer Umfrage stützen. Viele 14-16jährige Westdeutsche haben auf unsere Fragen mit „egal“ oder „weiß nicht“ geantwortet. Grund dafür sind wahrscheinlich fehlende Kenntnisse.
OB Trümper spricht weiter von „Jugendlichen“, die sich benachteiligt fühlen aufgrund der schwachen wirtschaftlichen Situation. Aus dieser Enttäuschung kann leicht Aggression entstehen.
OB Trümper erklärt uns seine Aussage aus der BZ vom 01.10.2008, als er sagte, dass der Osten angeblich benachteiligt würde: „die Enttäuschung ist riesengroß. Wir haben alle Bedingungen erfüllt. Ich bin darüber enttäuscht- und da kann man sich abrackern wie man will, da hat man im Osten keinerlei Chancen wahrgenommen zu werden.“
Dies Zitat stammt aus den Artikel „Die Verlierer sind Bielefeld und Magdeburg. In neun deutschen Städten wird hingegen gefeiert, weil dort Spiele der Frauen-WM 2011 stattfinden.“
Aus seinem Antwortschreiben erfuhren wir, dass „die Zusage die wirtschaftlich stärkeren Landesverbände des BFB“ erhalten haben.
Er hätte falsch gedacht, dass der Standort mit den besten Rahmenbedingungen und der bestmöglichen Verteilungen aller Standort in Deutschland die Zusage erhalten würde. Ebenfalls habe die Landesregierung von Sachsen-Anhalt die Magdeburger Bewerbung nicht genug unterstützt.
Wir lasen heraus, dass wenn die wirtschaftliche Situation im Osten besser wäre, die Chancen für Magdeburg nicht nur besser sondern die gleichen gewesen wären. Seine Forderung und unsere Meinung ist, die wirtschaftliche Situation zu verbessern, indem „das Angebot von Arbeitsplätzen in den strukturschwachen Gebieten weiterhin“ verbessert wird.
In unserer Umfrage kam heraus, dass die 14-16jährigen keinerlei Vorurteile bezüglich Ost- und Westdeutschland haben, also gibt es bei den Jugendlichen keine Mauer in den Köpfen: Auf die Frage „Sie sind Vermieter. In Ihrem Haus sollten lieber Ostdeutsche, Westdeutsche oder egal wer leben“, antworteten 80% jugendliche 14-16jährige, mit „egal wer“.
Die ab 37jährigen wollten 30% Westdeutsche und bei den ab 65jährigen wollten 60% westdeutsche Vermieter.
Bei den älteren Generationen sind also Ängste und Vorurteile zum Teil noch da, vielleicht, weil sie ein falsches Bild von den Ostdeutschen haben, sie sehen sie vielleicht als ewige Kommunisten.
Demzufolge sollten wir, die junge Generation, versuchen, den Älteren klar zu machen, dass die Ostdeutschen ganz normale Menschen sind. Dies könnte man ihnen durch einen Besuch in den Osten noch näher bringen.
Mit dieser Meinung widersprechen wir Magdeburgs OB Lutz Trümper nicht, dass „bei der Mehrheit der Menschen keine Mauer in den Köpfen“ besteht.
Aber, zum Schluss noch einmal: Wir glauben, dass bei einem Teil der Deutschen eine Mauer in den Köpfen immer noch besteht und wir hoffen, dass diese Mauer in den Köpfen komplett eingerissen wird und das geschieht durch die „Verbesserung der Wirtschaft“ im Osten.
Dieser Text entstand im Deutsch-Zusatz-Unterricht, der uns auf den Besuch der Werkrealschule, Klasse 10, vorbereiten soll, zusammen mit unserem Lehrer Robert P. Hubbes.
Wir bauten auch ein Lernspiel „Die Berliner Mauer – Das Spiel“, Dieses Spiel soll dazu dienen, die Reste der Mauer in den Köpfen einzureißen.
Quellenangaben:
Informationen zur Politischen Bildung, 1979 Berlin: „Bau der Mauer“, S.23/24
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Geschichtsbuch: „Zeitreise 3“:
Geschichtsbuch: „Von…Bis. Band 3
Geschichtsbuch: „Welt, Zeit, Gesellschaft“. Band 4
Geschichtsbuch: „Expedition Geschichte. Von der Weimarer Republik bis zur Gegenwart.“ Band 3
Geschichtsbuch: „Geschichte KENNEN UND VERSTEHEN“. Band A3
Geschichtsbuch: „ Entdecken und Verstehen.“ Band 3
Schüler Duden: „Die Geschichte“
Eva Windmöller / Thomas Höpker: „Leben in der DDR“
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Sat1:
6.10.2008, 22.25 Uhr:
Dokumentation über die Berliner Mauer.
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Badische Zeitung vom 01.10.2008:
Nachricht: „Verlierer sind Bielefeld und Magdeburg
In neun deutschen Städten wird hingegen gefeiert, weil dort Spiele der Frauenfußball-WM 2011 stattfinden“
Badische Zeitung vom 15.10.2008:
Nachricht: „Die ehrliche Haut aus dem Osten
Für die Linke ist der ehemalige Tatort-Kommissar Peter Sodann der ideale Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten“
Kommentar: „Peter Sodann. Überall gerne gesehen“
Badische Zeitung vom 16.10.2008:
Pressestimmen: Frankfurter Rundschau vom 16.10.2008.
Buchbesprechung: Deutsche Gesellschaftsgeschichte
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de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Demokratische_Republik
www.berlinermaueronline.de/geschichte/fall-der-berliner-mauer.htm
de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Mauer
Inhalt:
1 Geschichte
1.1 Vorgeschichte
1.2 Mauerbau
1.3 Westdeutsche Reaktionen
1.4 Alliierte Reaktionen
1.5 Geteiltes Land
1.6 Mauerfall
1.7 Entwicklung nach dem Mauerfall
2 Struktur der Berliner Grenzanlagen
2.1 Aufbau der Grenzanlagen
2.2 Personeller Aufbau und Ausstattung des Grenzkommandos Mitte
2.3 Gewässergrenzen
2.4 Grenzübergänge
3 Maueropfer und -schützen
3.1 Maueropfer
3.2 Mauerschützen-Prozesse
4 Gedenken
4.1 Mauermuseum im Haus am Checkpoint Charlie
4.2 Gedenkstättenensemble Berliner Mauer in der Bernauer Straße
4.3 Geschichtsmeile Berliner Mauer
5 Der Mauerstreifen heute
5.1 Nutzung
5.2 Berliner Mauerweg
5.3 Reste der Maueranlagen nach dem Abriss
www.mauerfotos.de
www.chronik-der-mauer.de
www.berlinermaueronline.de
www.Planet-Schule.de
www.dailysoft.com/berlinwall/index_de
www.berlin.de/mauer/geschichte/index.de
de.wikipedia.org/wiki/Deutsches_Reich_1945_bis_1949
de.wikipedia.org/wiki/Bundeskanzler_(Deutschland)
de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Kohl
www.koopiworld.de/pub/pw45-59.htm
de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Schr%C3%B6der
www.youtube.com/watch
Impressum:
Herausgeber und Idee von: Klasse H9, Deutsch-Zusatz-Unterricht
Tobias Geiser, Patrick Irslinger, Lukas Jäger, Simon Jäger, Bianca Kindel
Haupt- und Realschule Neuried
Hauptstr. 60
77743 Ichenheim
Begleitende Lehrkraft: Robert P. Hubbes
Projektbericht "20 Jahre Mauerfall - Gibt es die Mauer in den Köpfen noch?"




