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Glossar: V

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Das Glossar soll einige Begriffe und Ereignisse erklären, die auf unserer Seite thematisiert werden bzw. auf ihre Art für die deutsche Teilung stehen. Wir haben hier natürlich nur eine Auswahl vorgenommen, vielleicht wirst du den einen oder anderen Begriff vermissen. Schick uns am besten deine Ergänzungsvorschläge per Mail und wir werden diese dann gerne berücksichtigen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei der Jugendopposition für eine Vielzahl von Glossar-Beiträgen bedanken.

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V

Verfassungsfeindlicher Zusammenschluss (§ 107)
Volksaufstand vom 17. Juni 1953
Volkskammer
Volkskammerwahl am 18. März 1990


Verfassungsfeindlicher Zusammenschluss (§ 107)

Der Paragraf 107 des Strafgesetzbuches bestraft den verfassungsfeindlichen Zusammenschluss mit einem Freiheitsentzug von 1 - 5 Jahren.

Quelle: Krone, Tina / Kukutz, Irena / Leide, Henry: Wenn wir unsere Akten lesen. Handbuch zum Umgang mit den Stasi-Unterlagen, Berlin 1997.
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Volksaufstand vom 17. Juni 1953

Die Verkündung des "Aufbaus der Grundlagen des Sozialismus" im Sommer 1952 durch die SED-Führung auf der 2. SED-Parteikonferenz spitzt die Krise in der DDR zu. Die damit einhergehende "Verschärfung des Klassenkampfes" hat zur Folge, dass sich die soziale Lage der Menschen erheblich verschlechtert, die Zuchthäuser überbelegt sind und die Fluchtzahlen dramatisch ansteigen.

Nachdem auf Druck der sowjetischen Regierung die SED-Führung am 9. Juni 1953 den "Neuen Kurs" beschließt, kommt es ab 12. Juni in zahlreichen Städten und Gemeinden der DDR zu Streiks und Demonstrationen. Diese kulminieren am 17. Juni 1953 in mächtigen Kundgebungen gegen das Regime.

In über 700 Städten und Gemeinden beteiligen sich etwa 1 Million Menschen. Den Streikenden und Demonstranten geht es um freie Wahlen, Wiedervereinigung und die Verbesserung ihrer sozialen Lage. Durch den Einsatz massiver sowjetischer Kampfverbände, ostdeutscher Polizeieinheiten und Einheiten des MfS wird der Aufstand relativ schnell niedergeschlagen.

Es kommt aber auch in den nachfolgenden Tagen noch zu Streiks und Demonstrationen, im Juli dann auch noch zu einer zweiten Streikwelle.

Es gibt über 50 Todesopfer sowie über 13.000 Festnahmen.
Verurteilt werden etwa 1.800 Männer und Frauen, darunter auch zwei zum Tode.

Der "17. Juni" bedeutete eine Zäsur in der DDR-Geschichte, die Angst vor einem neuen Aufstand beeinflußt fortan die Politik der SED-Führung.
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Volkskammer

Bezeichnung für das Parlament der DDR, dem formal obersten Gesetzgebungsorgan. Faktisch hatte die Volkskammer bis zur Friedlichen Revolution nur ein begrenztes politisches Gewicht, dem die politisch wichtigeren Gremien, Ministerrat und Staatsrat gegenüberstanden und das zudem durch die führende Rolle der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands eingeschränkt wurde.

Quelle: Schubert, Klaus / Klein, Martina (Hg.): Das Politiklexikon, Bonn 2001.
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Volkskammerwahl am 18. März 1990

An diesem Tag finden zum erstenmal in der Geschichte der DDR freie und geheime Wahlen statt.

Wahlbeteiligung: 93,38%.

Ergebnis:

Allianz für Deutschland: 48,1% (CDU: 40,82%, DA: 0,92%, DSU: 6,31%),

SPD: 21,88%,

PDS: 16,40%,

Bund Freier Demokraten (LDP, FDP, DFP): 5,28%,

Bündnis 90 (Neues Forum, Demokratie Jetzt, IFM): 2,9%,

Grüne-UFV: 1,97%,

Aktionsbündnis Vereinigte Linke: 0,18%.
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