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Technik-Glossar
Hier erklären wir neben den Grundbegriffen auch die gängigsten Audio- und Videoformate. Dieser kleine Einblick in die Welt der digitalen Produktion und seiner Fachtermini soll dir helfen, für jede Art der Produktion die richtige Entscheidung zu treffen.
Ein Beispiel: Mal angenommen unser Ausgangsmaterial ist ein gerader Strich. Um diesen Strich genau zu beschreiben, müssen je nach Qualität sehr viele Punkte gespeichert werden, die den Strich abbilden. Um diese vielen Punkt-Informationen zu komprimieren reicht es, den Anfangs-, den Endpunkt und eine Information mit der Verbindung beider Punkte abzuspeichern. Das Ergebnis sieht dem Original sehr ähnlich, benötigt jedoch viel weniger Informationen (siehe Vektorgrafik).
Spricht man umgangssprachlich von MPEG, sind jedoch meistens die verschiedenen MPEG-Formate, z.B. MPEG-1, MPEG-2 oder MPEG-4 gemeint.
MPEG-1 erschien bereits 1993, ist ein progressives Video-Format mit mehreren Layern. Das Format wird unter anderem für Video-CDs verwendet, zum Audio-Teil von MPEG-1 gehört das MP3 (MPEG-1 Layer 3).
MPEG-2 ist das am weitesten verbreitete MPEG-Format. Die Bild- und Tonqualität sind in Fernsehqualität. MPEG-2 kommt auch bei der Erstellung von DVD’s zum Einsatz. Bei der Audio-Komprimierung verwendet es das AAC-Verfahren.
MPEG-3 wurde nie entwickelt. Es war ursprünglich als Standard für HDTV geplant, dafür genügte allerdings schon eine Erweiterung von MPEG-2, so dass MPEG-3 nur in der Theorie existiert.
MPEG-4 wurde in den Jahren 1998 bis 2001 ständig weiterentwickelt. Gegenüber MPEG-2 zeichnet es sich durch eine deutlich stärkere Video-Kompression aus. Es enthält eine Unterstützung für das Digital Rights Management, das in der Praxis oft als Kopierschutz verwendet wird. Bei der Entwicklung wurden viele Bestandteile der QuickTime-Architektur übernommen. Besonders geeignet ist dieses Format für mobile Endgeräte (z.B. Handys).
GRUNDBEGRIFFE
Capturing
Unter Capturing versteht man die Umwandlung (Digitalisierung) analogen Materials (Video, Audio, Fotos, etc.) in digitale Daten.Codec
Als Codec bezeichnet man das Verfahren, das digitale Daten kodiert oder dekodiert. Es gibt unendlich viele Codecs, die bei den unterschiedlichsten (De-) Komprimierungsverfahren benutzt werden, um die Datenmenge zu verringern.Containerformat
Wie der Begriff schon vermuten lässt, kann ein sog. Datei-Container mehrere Formate unter einem Dach beherbergen. Das wohl gängigste und geläufigste Containerformat ist der Film. Hier werden sowohl Video-, als auch Audio- und Textinformationen zu einem neuen Medium zusammengetragen. Ein Containerformat kann also unterschiedliche Medienformate (Audio, Video, Text etc.) aber auch mehrere Formate des gleichen Medientyps beinhalten. Eine Wave-Datei kann z.B. sowohl eine unkomprimierte Audiospur als auch MP3-codierte Tondaten enthalten.Kompression
Datenkompression wird angewandt, um Datenmengen zur verringern. Eine Kompression erreicht nie die Qualität des Ursprungsmaterials. Teilweise sind aber die dabei angewandten Methoden so gut, dass für einen normalen Anwender der Unterschied zum Original nicht auszumachen ist. Datenkompression erreicht man, wenn man z.B. Informationen, die für die menschlichen Sinne nicht wahrzunehmen sind (also z.B. bei Klängen Frequenzen, die für das menschliche Ohr nicht zu hören sind oder bei Filmen Bewegungsinformationen, die aufgrund der hohen Bildfrequenz (25 Bilder/Sekunde) für das menschliche Auge nicht wahrzunehmen sind) weglässt.Ein Beispiel: Mal angenommen unser Ausgangsmaterial ist ein gerader Strich. Um diesen Strich genau zu beschreiben, müssen je nach Qualität sehr viele Punkte gespeichert werden, die den Strich abbilden. Um diese vielen Punkt-Informationen zu komprimieren reicht es, den Anfangs-, den Endpunkt und eine Information mit der Verbindung beider Punkte abzuspeichern. Das Ergebnis sieht dem Original sehr ähnlich, benötigt jedoch viel weniger Informationen (siehe Vektorgrafik).
Pixelgrafik
Auch Rastergrafiken genannt, beschreiben ein Bild, je nach Auflösung, durch eine große Anzahl von einzelnen Bildpunkten. Zoomt man in eine Pixelgrafik hinein, kann man den Aufbau des Bildes an der rasterförmigen Darstellung der einzelnen Bildpunkte erkennen. Damit ist auch schon gleich der große Nachteil gegenüber Vektorgrafiken beschrieben, die sich in jeder Größe optimal darstellen lassen. Dafür können Pixelgrafiken komplexe Farb- oder Flächeninformationen verarbeiten (z.B. Fotos) und gut darstellen.Streaming-Verfahren
Anders als beim Download, kann bei einem Streaming (Strömung) die angeforderte Datei bereits abgespielt werden, bevor sie vollständig auf den eigenen Rechner übertragen wurde. Streaming-Verfahren sind für das Web 2.0 von großer Bedeutung, da durch das gleichzeitige Senden und Empfangen von Daten, die Anwendungszeit der immer bedeutender werdenden multimedialen Inhalte für den User wesentlich verkürzt wird.Vektorgrafik
Als Vektorgrafik bezeichnet man digitale Darstellungen (meist zweidimensional), deren Informationen aus Anfangs- und Endpunkt sowie evtl. aus Kurveninformationen bestehen (d.h. Darstellungen, die sich mit Hilfe der üblichen Geometrieelemente (Linie, Kreise, etc.) zusammensetzen lassen). Der Vorteil von Vektorgrafiken besteht darin, die Größe der Darstellung beliebig zu variieren. Linien und Kanten bleiben auch bei einer starken Vergrößerung gestochen scharf. Bei Pixelgrafiken sieht man im Gegensatz zu Vektorgrafiken bei einer Vergrößerung schnell deren rasterförmigen Aufbau. Die gängigste Software zur Erstellung von Vektorgrafiken sind Adobe Illustrator, CorelDARW oder Macromedia Freehand.AUDIOFORMATE
aac
Advanced Audio Coding ist quasi der Nachfolger von MP3. Wie bei allen Kompressionsverfahren gehen auch hier Informationen verloren, d.h. die Qualität des Originals kann nie erreicht werden. Die Weiterentwicklung vom MP3-Kompressionsverfahren verbessert jedoch die Qualität der komprimierten Datei im AAC-Verfahren, größere Schwachstellen der MP3-Kompression wurden abgestellt (Pre-Echo-Problem, tonale und geräuschhafte Elemente werden im Eingangssignal effektiver erkannt).aiff
AIFF (Audio Interchange File Format) ist quasi das Gegenstück von Macintosh zum Wave-Format. Es gibt mehrere Endungen die auf dieses Format zurückzuführen sind (.aif, .aiff, . ief, .snd).ape
Der Affe (Monkey`s Audio) ist ein verlustfreies Kompressionsverfahren für Audiodaten. Die Dateigröße kann durch die Kompression verkleinert werden und später durch ein Dekompressionsverfahren ohne Unterschiede zum Original wieder hergestellt werden. Ursprünglich wurde Monkey’s Audio ausschließlich für Windowsanwendungen entwickelt, inzwischen gibt es aber auch Versionen der Software für andere Betriebssysteme.mp3
Mp3 ist ein Dateiformat der verlustbehafteten Audiodatenkompression und derzeit das am weitesten verbreitete Audioformat. Ziel der Audiodatenkompression ist die Reduzierung der Dateigröße. Bereit 1982 wurde das Verfahren am Frauenhofer-Institut für Intergrierte Schaltungen (IIS) in Erlangen entwickelt. Die Dateiendung MP3 (Abk. für ISO MPEG Audio Layer 3) wurde jedoch erst 1995 festgelegt.ogg
Ogg ist ebenfalls ein Container-Dateiformat für verlustbehaftete Multimedia-Dateien. OGG-Dateien können neben Audio- auch Video- und Textdaten beinhalten. Für die verschiedenen Multimedia-Daten werden auch verschiedene Codecs für die Komprimierung verwendet.wave
Wenn man sich in einem Audioprogramm (z.B. Audacity) die Darstellung der Sound-Kurven ansieht, versteht man schnell den Ursprung des Dateinamens Wave (Welle). Wave ist ein Containerformat und basiert auf den von Microsoft für seine Windows-Software festgelegten RIFF (Resource Interchange File Format). Dieses Dateiformat dient der unkomprimierten digitalen Speicherung von Audiosignalen.VIDEOFORMATE
3gp
3GP ist ein Dateiformat für Video-Dateien, die für mobile Endgeräte (z.B. Handys) geeignet sind. Auch hierbei handelt es sich um ein Containerformat, das neben Steuerinformationen Audio- und Video-Codecs enthält. Am häufigsten wird hier der MPEG-4-Codec für Videos und der AAC-Codec für Audios benutzt.avi
AVI (Audio Video Interlace) ist ein von Microsoft eingeführtes Videoformat. Ein Vorteil des Formats ist die weite Verbreitung und die daraus resultierende Kompatibilität bei der meisten Abspielsoftware.dv
Digital Video ist der Oberbegriff für den 1994 eingeführten DV-Standard. Der Vorteil zu seinen Vorgängern besteht darin, dass die Videoinformationen (Bild & Ton) mittels des speziellen Fire-Wire-Kabels verlustfrei auf den Computer übertragen werden können. Das DV-Format selbst verringert das Speichervolumen im Vergleich zum vorherigen analogen Verfahren um 90%. Alle Einzelbilder werden ähnlich der JPEG-Komprimierung codiert. Für eine Minute DV-Film benötigt man ungefähr einen Speicherplatz von 0,2 GB oder für 60 Minuten 13 GB.flash
Ein von dem Unternehmen Adobe Systems entwickeltes Videoformat, das hauptsächlich für die Verwendung von sog. Streaming-Verfahren auf Internetseiten benutzt wird. Die normale Endung dieses Formats ist .flv (Flash Video). Es kann jedoch auch in SWF-Dateien eingebettet sein. Auch beim Flash-Video handelt es sich um ein Containerformat, das vor allem MPEG-4-Video-Codecs und MP3-Audio-Codecs erlaubt. Ein großer Vorteil von Flash-Video ist der universelle Einsatz der Software. Grundsätzlich können alle Rechner die Formate abspielen, wenn der installierte Web-Browser über ein sog. Zusatzmodul, den Flash Player, verfügt. Dieser kann kostenlos und problemlos von der Adobe-Seite heruntergeladen werden. Der Flash Player erreicht im Vergleich zu konkurrierenden Formaten wie Quicktime oder Real eine höhere Verbreitung, was sich auch darin niederschlägt, dass populäre Internetportale wie z.B. YouTube oder Clipfish "Flash" als Standard setzen.mov
Mov kommt von Movie, ist ein Bestandteil der Multimedia-Architektur QuickTime und wurde ursprünglich von Macintosh für seine Apple-Rechner entwickelt. QuickTime zeichnet sich aber gerade durch seine Kompatibilität mit allen großen Betriebssystemen aus.mpeg
MPEG (Moving Picture Experts Group) ist eine internationale Expertenkommission, die mehrmals jährlich zusammenkommt, um an der Entwicklung bzw. Standardisierung von Videokompression und den dazugehörigen Bereichen, wie Audiodatenkompression oder Containerformaten, zu arbeiten.Spricht man umgangssprachlich von MPEG, sind jedoch meistens die verschiedenen MPEG-Formate, z.B. MPEG-1, MPEG-2 oder MPEG-4 gemeint.
MPEG-1 erschien bereits 1993, ist ein progressives Video-Format mit mehreren Layern. Das Format wird unter anderem für Video-CDs verwendet, zum Audio-Teil von MPEG-1 gehört das MP3 (MPEG-1 Layer 3).
MPEG-2 ist das am weitesten verbreitete MPEG-Format. Die Bild- und Tonqualität sind in Fernsehqualität. MPEG-2 kommt auch bei der Erstellung von DVD’s zum Einsatz. Bei der Audio-Komprimierung verwendet es das AAC-Verfahren.
MPEG-3 wurde nie entwickelt. Es war ursprünglich als Standard für HDTV geplant, dafür genügte allerdings schon eine Erweiterung von MPEG-2, so dass MPEG-3 nur in der Theorie existiert.
MPEG-4 wurde in den Jahren 1998 bis 2001 ständig weiterentwickelt. Gegenüber MPEG-2 zeichnet es sich durch eine deutlich stärkere Video-Kompression aus. Es enthält eine Unterstützung für das Digital Rights Management, das in der Praxis oft als Kopierschutz verwendet wird. Bei der Entwicklung wurden viele Bestandteile der QuickTime-Architektur übernommen. Besonders geeignet ist dieses Format für mobile Endgeräte (z.B. Handys).









