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Glossar: A

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Das Glossar soll einige Begriffe und Ereignisse erklären, die auf unserer Seite thematisiert werden bzw. auf ihre Art für die deutsche Teilung stehen. Wir haben hier natürlich nur eine Auswahl vorgenommen, vielleicht wirst du den einen oder anderen Begriff vermissen. Schick uns am besten deine Ergänzungsvorschläge per Mail und wir werden diese dann gerne berücksichtigen.
Wir möchten uns ganz herzlich bei der Jugendopposition für eine Vielzahl von Glossar-Beiträgen bedanken.
 

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A

AfNS – Amt für Nationale Sicherheit
Agent Provocateur
Aktuelle Kamera
amnesty international
Antifaschismus
Antifaschistischer Schutzwall
ADN – Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst
Arbeitsgruppe Menschenrechte (AGM)
Arbeitsgruppe Staatsbürgerschaftsrecht
Arbeitsgruppe Umweltschutz
Arbeitskreis Gerechtigkeit (AKG)
Arbeitskreis Solidarische Kirche (AKSK)
Arche Nova
Archiv Bürgerbewegung Leipzig
Asi-Paragraf
Aufstand vom 17. Juni 1953
Ausreiseantrag

 

AfNS – Amt für Nationale Sicherheit

Bezeichnung für das MfS (Ministerium für Staatssicherheit) in den letzten Monaten seines Bestehens.

Hans Modrow, seit dem 13.11.1989 Ministerpräsident der DDR, kündigt am 17.11.1989 in seiner Regierungserklärung an, daß das Ministerium für Staatssicherheit durch ein verkleinertes Amt für Nationale Sicherheit (AfNS) ersetzt werden soll.

Das nun umbenannte Ministerium für Staatssicherheit wird auf Druck der Bevölkerung trotzdem aufgelöst.

Agent Provocateur

Als Agent Provocateur bezeichnet man einen Lockspitzel, der meist im Auftrag von Behörden wie Polizei oder Geheimdiensten tätig ist. Der Agent Provocateur soll zu strafbaren Handlungen anreizen, damit den Behörden ein Grund vorliegt, um gegen die entsprechenden Personen strafrechtlich vorzugehen.
Quelle: Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG.
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Aktuelle Kamera

Tägliche Hauptnachrichtensendung des DDR-Fernsehens.
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amnesty international

ai ist eine internationale Menschenrechtsorganisation, die sich weltweit für Gefangene einsetzt, die aus politischen (z.B. Kampf für die Menschenrechte) oder anderen Gründen inhaftiert, zu Zwangsstrafen verurteilt, mit Folter oder mit dem Tode bedroht sind.

Die Hilfsorganisation wurde 1961 gegründet; Sitz des internationalen Sekretariats ist London. Sie gliedert sich in Sektionen, die in 56 Ländern vertreten sind (auch in Österreich, Schweiz und Deutschland); Einzelmitglieder sind in mehr als 160 Staaten tätig; ai erhielt 1977 den Friedensnobelpreis.
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Antifaschismus

Ursprünglich Bezeichnung für jegliche Opposition gegen den italienischen Faschismus, dann generell für den Widerstand gegen jegliche faschistische Regime.

Die DDR verstand sich als in dieser Tradition stehend. Die Praxis der SED-Diktatur ließ den A. zu einer ideologischen Legitimation verkommen. In Ritualen wurde der Opfer des Faschismus gedacht, eine umfassende Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Diktatur fand nicht statt.

Von Beginn an bezeichneten die Regierenden die DDR als den besseren deutschen, weil „antifaschistischen“ Staat.
Nach dem Ende der DDR brachten die Akten des MfS ans Licht, daß auch in der DDR Nationalsozialisten, die sogar Kriegsverbrechen begangen hatten, nicht behelligt worden waren.* In einigen Fällen wurden sie sogar für die Mitarbeit im Geheimdienst gewonnen.

Kritik an der SED wurde mit Kritik am propagierten A. der Partei gleichgesetzt und so disqualifiziert. Die seit 1988 entstehenden Antifa-Gruppen wurden als staatsfeindlich charakterisiert und entsprechend verfolgt.
*Nachzulesen in: Henry Leide, NS-Verbrecher und Staatssicherheit. Die geheime Vergangenheitspolitik der DDR, Göttingen 2005.
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Antifaschistischer Schutzwall

Irreführende Bezeichnung der DDR-Regierenden für die innerdeutsche Grenze und die Mauer in Berlin.
Siehe: Mauer
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ADN – Allgemeiner Deutscher Nachrichtendienst

Staatliche Nachrichten- und Fotoagentur der DDR, 1946 gegründet.
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Arbeitsgruppe Menschenrechte (AGM)

Die AGM wird Anfang 1987 von Pfarrer Christoph Wonneberger in Leipzig gegründet und ist fest in der Lukasgemeinde verankert. Sie beschäftigt sich vor allem mit Menschenrechtsverletzungen im Ostblock.

1987/88 setzt sie sich für einen Sozialen Friedensdienst ein (Briefe an Volkskammerabgeordnete, Materialmappe und Ausstellung). Ende 1988 gründet sie zusammen mit anderen Gruppen die „Arbeitsgruppe zur Situation der Menschenrechte in der DDR“. Ab 1989 arbeitet sie eng mit dem Arbeitskreis Gerechtigkeit zusammen. Sie organisiert den Statt-Kirchentag, richtet eine Bibliothek für Samisdat-Drucke und Veröffentlichungen zur DDR sowie zu Ostmitteleuropa ein und gibt im September und Oktober 1989 die umfangreiche Monatszeitschrift „Forum Kirche und Menschenrechte“ heraus.
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Arbeitsgruppe Staatsbürgerschaftsrecht

Die Arbeitgruppe wird im September 1987 gegründet. Initiator ist der Theaterregisseur Günter Jeschonnek, der nach seinem Berufsverbot 1986 einen Ausreiseantrag gestellt hatte.

Schwerpunkt ist die rechtliche Situation der Antragsteller auf Ausreise aus der DDR. Die Gruppe informiert und berät über verfassungs- und völkerrechtliche Regelungen und Möglichkeiten der Übersiedlung.

Eingaben und Erklärungen werden an die Regierung und andere Behörden der DDR gerichtet, um sich gegen die Praxis der Willkür zu wehren und gegen die Kriminalisierung und Rechtlosigkeit der Ausreisewilligen.

Von anfangs 30 Mitgliedern wächst die Gruppe innerhalb von drei Monaten auf 200 an. Sie beteiligt sich an Aktionen der Oppositionsbewegung, bleibt aber mit ihren Anliegen isoliert. Der Wunsch wegzugehen ist nicht mit der Haltung dazubleiben und zu kämpfen, vereinbar.

Am 9.12.1987, einen Tag vor einem Gottesdienst zum Tag der Menschenrechte, werden die wichtigsten Initiatoren ausgewiesen, unter ihnen Günter Jeschonnek. Sie müssen innerhalb von 24 Stunden die DDR verlassen.

Aus der Gruppe kommt die Initiative für die Teilnahme mit eigenen Transparenten an der offiziellen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration am 17.1.1988 in Ost-Berlin. Vor und nach der Demonstration werden 170 Antragsteller abgeschoben. Die Arbeitsgruppe ist damit faktisch zerschlagen.
Quelle: Erhart Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989, Bundeszentrale für politische Bildung, 2. Aufl., Bonn 2000.
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Arbeitsgruppe Umweltschutz

Die Arbeitsgruppe wird 1981 gegründet und ist beim Jugendpfarramt Leipzig angesiedelt.
Zeitweise hat sie bis zu 70 Mitglieder, die in mehreren selbständigen Untergruppen arbeiten.
Eine Umweltbibliothek wird aufgebaut und gleich ab 1981 die Samisdat-Zeitschrift „Streiflichter“ herausgegeben, in der neben ökologischen auch gesellschaftspolitische Themen behandelt werden.

Zu den Aktivitäten zählen zahlreiche thematische Veranstaltungen, darunter ein fortlaufendes Seminar zur Einführung in den Umweltschutz, mehrere Dokumentationen zur Umweltsituation in Leipzig, ab 1988 Beratungsdienst zur Unterstützung z. B. bei Beschwerden. Ein Bauminventar und ein Fahrradwegeverzeichnis für Leipzig werden erstellt. Jährlich zum Weltumwelttag werden öffentlichkeitswirksame Aktionen organisiert, z. B. Fahrraddemonstrationen als Protest gegen die Umweltgefährdung durch den Autoverkehr.

Nach dem Beschluß 1987, sich an legalen Möglichkeiten zu orientieren und auch die Zusammenarbeit mit staatlichen Stellen zu suchen, spaltet sich die konfliktorientiertere Initiativgruppe Leben ab. Ihre Mitglieder sehen politische Reformen als Voraussetzung für jegliche ökologische Verbesserung im Land und setzen auf öffentlichkeitswirksame Aktionen. Die Gruppen arbeiten trotzdem punktuell zusammen, z. B. bei der Organisation des Pleißegedenkmarsches.
Quellen:
Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.
Erhart Neubert, Geschichte der Opposition in der DDR 1949-1989, Bundeszentrale für politische Bildung, 2. Aufl., Bonn 2000.
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Arbeitskreis Gerechtigkeit (AKG)

Der Arbeitskreis wird Ende 1987 von Studenten des Theologischen Seminars in Leipzig gegründet. Er definiert sich als unabhängige Gruppe, welche die Möglichkeiten der Kirche nutzt, aber keine Gruppe der Kirche sein will.

Die Mitglieder arbeiten erklärtermaßen gegen die SED-Diktatur und wenden daher konspirative Methoden an, um nicht verhaftet zu werden und verfügen über illegale Vervielfältigungstechnik.

Der Kreis sammelt und verbreitet Informationen zu Menschenrechtsverletzungen. Es werden alle ungenehmigten Demonstrationen, Verhaftungen, Ordnungsstrafen, Gerichtsverfahren wegen Republikflucht dokumentiert und in Samisdat-Zeitschriften im Land, aber auch im Westen veröffentlicht.
Bewußt wird mit Antragstellern auf Ausreise aus der DDR zusammengearbeitet.
Der AKG unterhält vielfältige Verbindungen zu oppositionellen Gruppen in Polen, in der CSSR und im Baltikum.

Der AKG besteht aus mehreren Arbeitsgruppen und wird von einer Sprechergruppe geleitet. Thomas Rudolph bricht im November 1988 sein Studium ab und arbeitet hauptamtlich für den Arbeitskreis.

Im Oktober 1989 wird die Arbeit zugunsten der kurz vorher gegründeten Regionalgruppe Leipzig der Initiative Frieden und Menschenrechte eingestellt.
Quellen:
Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.
Christian Dietrich, Uwe Schwabe (Hg.), Freunde und Feinde. Friedensgebete in Leipzig zwischen 1981 und dem 9. Oktober 1989, Leipzig 1994.
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Arbeitskreis Solidarische Kirche (AKSK)

Der Arbeitskreis wird 1986 gegründet und agiert landesweit mit Basisgruppen in verschiedenen Städten. Die etwa 300 Mitglieder sind Mitarbeiter der Kirche.

Der AKSK bemüht sich um mehr Transparenz und Demokratie in der Kirche, aber auch um die „Durchsetzung der Menschenrechte nah und fern“, wie es in seiner „Basiserklärung“ heißt. So bewegt er sich immer mehr in Richtung politische Opposition. Die Mitglieder solidarisieren sich mit den auf und nach der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration 1988 in Ost-Berlin Verhafteten, führt eine intensive Auseinandersetzung mit der Ausreiseproblematik und wendet sich gegen die Kriminalisierung und Ausgrenzung der Antragsteller.
Der Kreis beteiligt sich ebenfalls an den Aktivitäten zur Aufdeckung der gefälschten Ergebnisse der Kommunalwahl 1989.

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder auf Vollversammlungen, dazwischen hält ein zehnköpfiges Sprechergremium die Verbindung aufrecht.
Viele Mitglieder engagieren sich ab 1989 in den neuen Bürgerbewegungen und Parteien; der AKSK hörte auf zu bestehen.

Quelle: Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.
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Arche Nova

Ab Mai 1988 erscheinende Untergrundzeitschrift des Grün-ökologischen Netzwerkes Arche. Bis Anfang 1990 erscheinen fünf Ausgaben, die zwischen 50 bis 100 Seiten stark sind.

Schwerpunktthemen sind: Umweltzerstörung im Chemiedreieck Halle-Bitterfeld, Waldsterben, Städteverfall, Energiepolitik und Massentierhaltung. Darüber hinaus werden auch Informationen aus den entstehenden Umweltbewegungen Osteuropas veröffentlicht.
Als besonderer Erfolg gilt die Veröffentlichung eines Ministerratsbeschlusses zur Geheimhaltung von Umweltdaten 1988.
Quelle: Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.
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Archiv Bürgerbewegung Leipzig

Das Archiv ist 1990/91 entstanden und sammelt die Selbstzeugnisse der DDR-Opposition, der Bürgerbewegungen und der in den Jahren 1989/90 entstandenen Initiativen und Parteien.
Mit den Archivalien können die Wurzeln und der Verlauf der demokratischen Revolution umfassend belegt werden.
Neben dem Schriftgut sind auch Fotos, Filme, Plakate und Transparente vorhanden.
Neben dem Archiv werden verschiedene Veranstaltungen und Ausstellungen zur politischen Bildung angeboten.
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Asi-Paragraf

Der Paragraph 249 Strafgesetzbuch ist überschrieben: "Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit durch Asoziales Verhalten"und im fünften Abschnitt des StGB unter der Überschrift "Sonstige Straftaten gegen die allgemeine, staatliche und öffentliche Ordnung" zu finden.

Das vom Dritten Reich übernommene Delikt "Arbeitsscheu" ist mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe zu ahnden, wozu umfangreiche Auflagen wie ständige Meldepflicht und Arbeitsplatzbindung nach der Haftentlassung gehören.
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Aufstand vom 17. Juni 1953

Die Verkündung des "Aufbaus der Grundlagen des Sozialismus" im Sommer 1952 durch die SED-Führung auf der 2. SED-Parteikonferenz spitzt die Krise in der DDR zu. Die damit einhergehende "Verschärfung des Klassenkampfes" hat zur Folge, dass sich die soziale Lage der Menschen erheblich verschlechtert, die Zuchthäuser überbelegt sind und die Fluchtzahlen dramatisch ansteigen.

Nachdem auf Druck der sowjetischen Regierung die SED-Führung am 9. Juni 1953 den "Neuen Kurs" beschließt, kommt es ab 12. Juni in zahlreichen Städten und Gemeinden der DDR zu Streiks und Demonstrationen. Diese kulminieren am 17. Juni 1953 in mächtigen Kundgebungen gegen das Regime.

In über 700 Städten und Gemeinden beteiligen sich etwa 1 Million Menschen. Den Streikenden und Demonstranten geht es um freie Wahlen, Wiedervereinigung und die Verbesserung ihrer sozialen Lage. Durch den Einsatz massiver sowjetischer Kampfverbände, ostdeutscher Polizeieinheiten und Einheiten des MfS wird der Aufstand relativ schnell niedergeschlagen.

Es kommt aber auch in den nachfolgenden Tagen noch zu Streiks und Demonstrationen, im Juli dann auch noch zu einer zweiten Streikwelle.

Es gibt über 50 Todesopfer sowie über 13.000 Festnahmen.
Verurteilt werden etwa 1.800 Männer und Frauen, darunter auch zwei zum Tode.

Der "17. Juni" bedeutete eine Zäsur in der DDR-Geschichte, die Angst vor einem neuen Aufstand beeinflußt fortan die Politik der SED-Führung.
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Ausreiseantrag

Wer nicht mehr in der DDR leben will oder kann, stellt einen Antrag auf Übersiedlung in die Bundesrepublik. Bis 1988 gibt es dafür keine gesetzliche Grundlage. Solche Anträge werden als rechtswidrig angesehen. Wer einen solche Antrag stellt, kannt seinen Arbeitsplatz verlieren, seine Kinder sind von höheren Bildungseinrichtungen ausgeschlossen.

Wer seinem Antrag durch öffentliche Aktionen Nachdruck verschafft und/oder Unterstützung im Westen erbittet, wird strafrechtlich belangt.
Von Mitte der 70er Jahre bis Oktober 1989 stellen etwa 250.000 Menschen einen Ausreiseantrag. Zwischen 1976 und 1988 werden circa 20.000 Ermittlungsverfahren gegen Antragsteller geführt, die zumeist mit Gefängnisstrafen enden.
Quelle: Hans-Joachim Veen (Hg.), Lexikon. Opposition und Widerstand in der SED-Diktatur, Berlin, München 2000.
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